Truppe will beim Finale "die Körndln zusammenklauben"
Die rot-weiß-rote Technik-Spezialistin hat sich zum Saisonabschluss ein Podest zum Ziel gesetzt. Im Gesamtweltcup kämpfen Shiffrin und Aicher um den großen Wurf.
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Mit vier Technikrennen in Hafjell wird die alpine Ski-Weltcupsaison diese Woche beendet.
Dabei geht es bei den Frauen zwischen Mikaela Shiffrin (USA) und Emma Aicher (GER) noch um den Gewinn des Gesamtweltcups, bei den Männern sind die Kristallkugeln im Riesentorlauf und Slalom noch zu haben. Am Mittwoch steht der letzte Riesentorlauf für die steirische Wertungssiegerin Julia Scheib auf dem Programm, sie wird danach die Trophäe in Empfang nehmen.
Truppe kämpft um Rang drei
Zunächst fahren am Dienstag die Frauen den Slalom (10:30/13:30 Uhr/im LIVE-Ticker>>>) und die Männer den Riesentorlauf (9:30/12:30 Uhr /im LIVE-Ticker>>>). Shiffrin hat die Kugel bereits am 25. Jänner in Spindleruv Mlyn ins Trockene gebracht. Katharina Truppe fasst noch Platz drei der Disziplinwertung ins Auge, dazu müsste sie als derzeit Vierte aber 27 Punkte auf die Schweizerin Wendy Holdener aufholen. Für den ÖSV für das Finale qualifiziert sind auch Katharina Huber und Katharina Gallhuber.
"Schaut flach aus, aber auch sehr lang", sagte Truppe über den Hang. "Da werden wir noch einmal die ganzen Körndln zusammenklauben. Es ist sicher ein Ziel, dass ich mit einem Podest abschließe", meinte die Kärntnerin, die in diesem Winter als Dritte in Flachau einmal auf dem Podest war, aber mit oftmals Hundertstelpech auch dreimal Vierte und zweimal Fünfte. "Es ist schon cool, ich bin immer dabei. Ich mache ab und zu kleine Fehler, aber ich lasse den Ski gut laufen und darf ums Podest mitkämpfen."
Brennsteiner braucht sich nicht verstecken
Ein ÖSV-Quintett ist es mit Stefan Brennsteiner, Marco Schwarz, Raphael Haaser, Patrick Feurstein und Joshua Sturm im Männer-Riesentorlauf.
Brennsteiner ist mit 25 Punkten Rückstand auf den drittplatzierten Schweizer Loic Meillard Vierter des Rankings. Platz drei wäre schön, meinte der Salzburger, der gespannt ist, ob sein System wie in den vergangenen Jahren erneut auf Frühjahrsschnee wieder gut funktioniert.
Ganz vorne mit einem Guthaben von 48 Zählern auf den Brasilianer Lucas Pinheiro Braathen liegt Marco Odermatt, für den es nach den Erfolgen in der Gesamtwertung, in Abfahrt und Super-G die vierte Kugel der Saison wäre. "Odermatt, Braathen und Meillard sind derzeit schon sehr stark, aber wir brauchen uns nicht verstecken", meinte Brennsteiner. "Der Rennhang ist cool, immer so mittelsteil, da ist es wichtig, dass man gut attackiert und auf Zug fährt", meinte der Salzburger.
"Ich habe noch einmal einen neuen Ski probiert, das war sehr vielversprechend. Ich möchte ohne Druck, ohne ein Ergebnis im Kopf einfach den Spaß im Skifahren wiederfinden", sagte der Kärntner Schwarz, der auf Platz sechs der Wertung liegt.
Haaser erinnerte an seinen Sturz vor einem Jahr in Hafjell. "Ich werde einmal schauen, ob ich meine Zähne noch finde. Nein, Spaß beiseite, es ist ein lässiger Hang, der zum Attackieren einlädt. Ich gebe noch einmal Gas und dann ist es für heuer auch vorbei", weiß der Tiroler.
Scheib holt sich die Kugel ab
Beendet wird der Weltcupwinter am Mittwoch mit dem Slalom der Männer, in dem der Norweger Atle Lie McGrath 41 Zähler auf Braathen zu verteidigen hat, um das Kristall einzuheimsen. Der ÖSV tritt mit Michael Matt, Fabio Gstrein, Dominik Raschner und Schwarz an. Im Riesentorlauf der Frauen (9.30/12.30) sind Scheib, Stephanie Brunner und Nina Astner mit dabei.