Olympia: So viele Medaillen erhofft sich Pfeifer vom Ski-Team
Im Super-G sieht der ÖSV-Männer-Cheftrainer die größten Chancen. Vincent Kriechmayr und Manuel Feller zählen in ihren Paradedisziplinen zu den Favoriten.
Fünf Medaillenchancen bieten sich Österreichs Ski-Männern bei den Olympischen Winterspielen in Bormio.
"Zwei bis drei Medaillen muss man erst machen. Damit muss man dann zufrieden sein", sagte Österreichs Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer zur Zielsetzung.
2022 in China steuerten die Ski-Männer viereinhalb Medaillen, darunter zweimal Gold durch Matthias Mayer und Johannes Strolz sowie Gold im nunmehr abgeschafften Teambewerb bei.
Mehrere Medaillen-Anwärter im Super-G
Die größten Chancen sieht Pfeifer dem Saisonverlauf entsprechend im dritten Rennen, dem Super-G.
Für den Auftakt am Samstag in der Abfahrt ruhen die Hoffnungen unverändert vor allem auf den Schultern von Vincent Kriechmayr. "Die anderen sind weit vom Podium weg, so ehrlich müssen wir sein", sagte Pfeifer.
In der Abfahrt sowie im Slalom sei man von den Topathleten Kriechmayr respektive Manuel Feller abhängig. Im Riesentorlauf haben Stefan Brennsteiner und Marco Schwarz jeweils einen Sieg und einen weiteren Podestplatz geholt.
Im Super-G stellt das ÖOC mit Kriechmayr, Schwarz, Stefan Babinsky und Raphael Haaser hingegen ein Quartett, aus dem jeder im laufenden Winter bereits Podesterfahrung sammeln durfte.
Haaser überraschte bereits im Vorjahr
Mit Haaser, dem Sensations-Weltmeister von 2025 im Riesentorlauf, rechnet der Coach vor allem im Super-G.
"Er fährt nicht schlechter als letztes Jahr. Er hat seine Super-G-Podiums eingefahren, er war im Riesentorlauf teilweise gut und schlecht und in der Abfahrt ist er in einer Entwicklung. Beim Raphi könnte es für die 'big events' genau wieder zusammenpassen", sagte Pfeifer.
"Da herunter könnte ich mir vorstellen, dass er auch eine gute Abfahrt fahren kann. Ich rede nicht unbedingt von den Medaillen, das wäre eine Sensation. Aber diese anspruchsvolle Abfahrt könnte ihm liegen."
Nach der Abfahrt (7.2.) folgt die Team-Kombination (9.), bei der ein Abfahrer und ein Slalomläufer zusammengespannt werden. Nach dem Super-G (11.) stehen mit Riesentorlauf (14.) und Slalom (16.) die beiden Technik-Events auf dem Programm.