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Verkürzte Abfahrt in Zauchensse soll Heimspektakel werden

Trotz verkürzter Abfahrt wollen die ÖSV-Läuferinnen am Heimrenn-Wochenende aufzeigen.

Verkürzte Abfahrt in Zauchensse soll Heimspektakel werden Foto: © GEPA

Die ÖSV-Speedläuferinnen wollen auf heimischem Terrain an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen.

Vor zwei Jahren eroberten Österreichs Rennläuferinnen in den drei Weltcup-Speedbewerben von Altenmarkt-Zauchensee fünf von neun möglichen Stockerlplätzen. Miriam Pucher war in der Abfahrt hinter der mittlerweile zurückgetretenen Stephanie Venier Dritte.

ÖSV-Podestränge werden auch in der Abfahrt am Samstag (11.30 Uhr, Live Ticker>>>), in der Lindsey Vonn im Trikot der Disziplinführenden an den Start geht, und dem Super-G am Sonntag (12.00/jeweils live ORF 1 und hier im Live Ticker>>>) angepeilt.

Hütter und Co. - Motivation ist groß

Da das erste Training auf verkürzter Strecke stattfand und das zweite am Freitag abgesagt wurde, wird der spektakuläre Start-Abschnitt fehlen. Das sollte die Motivation von Cornelia Hütter und ihren Kolleginnen beim Heimevent nicht schmälern.

"Vor zwei Jahren hatten wir ein Megawochenende, wir haben da eine sehr starke Teamperformance gezeigt. Mit der Motivation und Angriffslust möchten wir auch in dieses Wochenende reinstarten", sagte die Steirerin.

Hütter gewann 2024 einen von zwei Super-G auf der Kälberlochstrecke und in diesem Winter vor Weihnachten die bisher letzte Abfahrt in Val d'Isere.

"Ich bin mit einer gewissen Ruhe da. Wir haben eine Silvester-Pause gehabt. Es tut gut, bissl weg zu sein", schöpfte die hinter der US-Amerikanerin Vonn und der Deutschen Emma Aicher Abfahrtsweltcupdritte Kraft für die Aufgaben im neuen Jahr.

Jene am Samstag werden für Österreich auch Christina Ager, Magdalena Egger, Nadine Fest, Nina Ortlieb, Puchner, Ariane Rädler, Emily Schöpf, Carmen Spielberger, Lena Wechner und als Debütantin Leonie Zegg in Angriff nehmen.

Egger will im Jetzt bleiben

Zweitbeste ÖSV-Abfahrerin in diesem Winter laut Punktewertung ist Egger, deren zweiter Platz in St. Moritz vor Puchner hervorsticht.

"Die Abfahrt taugt mir, sie ist wunderschön zu fahren. Ich kann einschätzen, wie ich mich steigern kann, aber nicht wie viel die anderen noch zulegen können", sagte die Vorarlbergerin. "Ich habe gelernt, mich so zu steigern, dass das Rennen im Idealfall der beste Lauf ist."

In der rennfreien Zeit hat sie es auch als ihre Aufgabe betrachtet, sich im Kopf so "herzurichten", dass sie von der Erwartungshaltung nicht gehemmt wird. Denn diese ist mit den Ergebnissen gestiegen.

"Resetten, aufs Skifahren vertrauen und auf Aufgaben fokussieren. Auf das, was ich zu tun habe, und nicht groß denken, was in der Vergangenheit war oder in Zukunft ist. Jetzt ist jetzt, das hilft mir sehr."

Pucher sieht noch Potenzial

Für Puchner ist es ein Heimrennen, sie sieht nach dem Training noch Potenzial.

"Egal, von wo wir starten. Je kürzer die Strecke ist, umso mehr heißt es, sich richtig rein zu klemmen, jeden Meter auszunützen und tief zu fliegen." In der Abfahrt habe sie die richtigen Schritte gemacht, müsse aber noch liefern.

"In Val d'Isere hatte ich mit Rückenschmerzen Probleme, das war nicht mein Anspruch", sagte sie zu Platz 20. "Ich weiß, was ich tun muss. Das große Ziel ist, mit Lockerheit herangehen und mir das zuzutrauen."

Ortlieb braucht in Zauchensee keine Sonne

Ortlieb war in allen bisherigen fünf Speedrennen unter den ersten 15, kam in den Abfahrten auf die Plätze acht, elf und zehn. Nach einer Erkrankung geht es deutlich aufwärts, der Körper halte der Belastung stand.

Den Trainingsausfall am Freitag bedauerte die Vorarlbergerin. "Ich war das letzte Mal vor sechs Jahren hier, mir fehlen die Fahrten auf dieser Strecke." Aber sie habe schon oft bewiesen, dass sie ein relativ gutes Gefühl und Instinkt habe, und nicht so viel Trainingsfahrten brauche.

Die Wettervorhersage für Samstag ist schwierig, es wird erneut Schneefall erwartet. Fehlende Sonne ist laut Ortlieb jedenfalls kein Problem.

"In Zauchensee ist die Sicht unten runter nie gut. Da ist es besser, wenn die Sonne nicht scheint, dann hat man nicht den starken Kontrast in den Schatten rein", erklärte sie. In Hinblick auf Olympia verfolgt sie einen klaren Plan.

"Das war das ausgesprochene Ziel in der Vorbereitung. Dass im Februar die Form passen soll. Man stellt sich mit Ergebnissen auf."

Assinger hofft auf starke Leistungen

Frauen-Cheftrainer Roland Assinger hofft generell auf starke Leistungen in der Abfahrt, das sollte auch für den Super-G am Sonntag helfen. Da ist das beste Saisonergebnis einer Österreicherin ein sechster Rang von Hütter.

"Wenn die Resultate in der Abfahrt stimmen, dann sollte das auch gerade beim Heimrennen bis Sonntag den notwendigen Kick geben", sagte Assinger.

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