Eskalation im FIS-Streit: Meissnitzer von FIS-Kongress gestrichen
Die Salzburgerin übte Kritik in einem Interview, nimmt jetzt nicht am FIS-Kongress teil.
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Wenige Tage vor der richtungsweisenden Präsidentenwahl beim FIS-Kongress in Belgrad sorgt eine weitere Eskalation für Aufsehen.
Ex-Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer, die erst im vergangenen Jahr von FIS-Präsident Johan Eliasch als Verantwortliche für Spezialprojekte ins "President's Office" geholt wurde, ist nach einem kritischen Interview mit den "Salzburger Nachrichten" von der Veranstaltung ausgeladen worden.
"Seit geraumer Zeit erleben wir nur Differenzen und öffentliche Auseinandersetzungen, das ist für mich schwer nachvollziehbar. Wenn nur noch Konfrontation herrscht und der Dialog verloren geht, dann schaut es nicht gut aus. Dann droht wirklich die Spaltung", sagte die Salzburgerin unter anderem.
Wird Eliasch abgewählt?
Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, wurde Meissnitzer noch in der Nacht nach Veröffentlichung des Interviews darüber informiert, nicht am Kongress teilnehmen zu sollen.
Die Salzburgerin bestätigt den Vorgang: "Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am FIS-Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird. Von weiteren Stellungnahmen möchte ich derzeit Abstand nehmen."
Die Ausladung dürfte das endgültige Zerwürfnis zwischen Meissnitzer und Eliasch besiegeln. Aus dem Umfeld des ÖSV soll die ehemalige Rennläuferin mittlerweile juristische Unterstützung erhalten.
Währenddessen blickt die Ski-Welt gespannt auf den Donnerstag, wenn in Belgrad über die Zukunft der FIS-Führung entschieden wird.
Zuletzt gab es Gerüchte rundum eine eigene Rennserie der großen Veranstalter rundum Kitzbühel abseits der FIS.
Das könnte vor allem bei einer Wiederwahl von Eliasch passieren. ÖSV-Geschäftsführer Christian Scherer ist in Belgrad vor Ort.