Wir hatten letztes Jahr auch Rennen, wo nur die July abgeliefert hat. Man muss da schon aufpassen.
Astner und Liensberger sowie auch Lisa Hörhager sind am Samstag in Sölden verletztungsbedingt nicht am Start.
"Uns fehlt das Mittelfeld", moniert Coach Sprenger. "Und die ganz Jungen sind schon noch weit weg, für sie wird es auch von der Startnummer her schwierig."
Das ÖSV-Frauen-Team sei "nicht so stark, wie es ausschaut. Wir hatten letztes Jahr auch Rennen, wo nur die July abgeliefert hat. Man muss da schon aufpassen".
Die Umstrukturierung der Trainings-Gruppe, zu der nun auch Speed-Fahrerin Nina Ortlieb gehört, trägt laut Sprenger aber bereits Früchte.
"Im Training schauen alle mehr aufeinander und voneinander ab. Letztes Jahr haben sie nicht aufgepasst, was Julia macht, heuer passen sie auf und Julia wird gefordert", erklärt der Riesentorlauf-Trainer.
Scheib bescheinigt der Truppe einen "sehr guten Teamspirit. Da sind wir, glaube ich, eine Vorzeigegruppe. Ich kann auch von der einen oder anderen was lernen. Es ist auch in meinem Sinne, dass andere weiter vorkommen".
ÖSV-Aufgebot Sölden
Frauen | Männer |
|---|---|
Stephanie Brunner | Stefan Brennsteiner |
Natalie Falch | Lukas Feurstein |
Franziska Gritsch | Patrick Feurstein |
Ricarda Haaser | Raphael Haaser |
Victoria Olivier | Marco Schwarz |
Leonie Raich | Joshua Sturm |
Elena Riederer | Noel Zwischenbrugger |
Valentina Rings-Wanner | Jakob Eisner |
Julia Scheib |
Kompakte Männer-Mannschaft
Auch bei den Männern klaffte hinter Brennsteiner und Schwarz im vergangenen Winter eine Lücke. Weltmeister Haaser, der übrigens noch immer auf seinen ersten Weltcup-Sieg im Riesentorlauf wartet, war in der Disziplinenwertung als drittbester ÖSV-Athlet 18. Joshua Sturm (23.) sowie Patrick Feurstein (24.) schienen ebenfalls in den Top 30 auf, Lukas Feurstein war 31.
Mitter ordnet die ÖSV-Männer dennoch als "recht kompakte Mannschaft" ein. Zu der in Sölden auch Debütant Jakob Eisner stößt.
Wir haben vorne eine breite Dichte, wissen aber sehr wohl, dass wir hinten nach eine Lücke haben.
"In den letzten zwei Jahren haben sie sich etabliert. Wir haben vorne eine breite Dichte, wissen aber sehr wohl, dass wir hinten nach eine Lücke haben. Die gilt es in den nächsten zwei Jahren zu schließen, weil der eine oder andere Leistungsträger doch schon in einem gewissen Alter ist", erklärt ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer.
Marco Schwarz bescheinigt der aktuellen Mannschaft ein "sehr gutes Teamgefüge. Wir haben in der Vorbereitung super trainiert, ich glaube, da brauchen wir uns vor niemandem verstecken".
Auf gar keinen Fall verstecken, sondern noch mehr ins Rampenlicht fahren sollen mitunter Raphael Haaser, Joshua Sturm oder Stephanie Brunner. Ihnen allen trauen die ÖSV-Coaches im Riesentorlauf den nächsten Schritt, hin zur absoluten Weltspitze, zu.
Die Zeiten, in denen Österreichs Ski-Asse beim Weltcup-Auftakt in Sölden nur eine Nebenrolle spielten, sind also (vorerst) vorbei....