"War leider zu wenig": Enttäuschung bei Brennsteiner
Nichts wurde es mit der erhofften Olympia-Medaille für Stefan Brennsteiner. Die Konkurrenz fuhr im Riesentorlauf in einer eigenen Liga.
Bei Olympia 2018 riss sich Stefan Brennsteiner zum bereits vierten Mal in seiner Karriere das Kreuzband. Bei Olympia 2022 kostete ihm ein schwerer Fehler kurz vor dem Ziel eine potenzielle Medaille.
2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo sollte alles anders werden. Stefan Brennsteiner kam als Sieger von Copper Mountain und Vierter im Riesentorlauf-Weltcup mit großen Ambitionen, am Ende wurde der ersehnte Traum aber nicht erfüllt.
"Es war leider zu wenig. Ich habe echt viel probiert, aber ich bin heute einfach nicht mit den besten mitgefahren. Auch wenn ich den Fehler nicht mache, fahre ich zwar im zweiten Lauf mit den Top-Zeiten mit, ich hole aber auch nichts auf", so ein enttäuschter Brennsteiner am "ORF"-Mikro.
Pech bei Großereignissen zieht sich durch die Karriere
Nach Rang sieben im ersten Lauf fiel der 34-Jährige in der Entscheidung auf Rang acht zurück. Als bester Österreicher fehlte ihm am Ende trotzdem etwas mehr als eine Sekunde auf die Bronze-Medaille. Auf Sieger Lucas Braathen gar 2,23 Sekunden (zum Rennbericht >>>).
Doch der Routinier hatte nicht nur bei Olympia Pech. Auch Weltmeisterschaften meinten es nie gut mit ihm: Bei der WM 2021 schied er im zweiten Lauf aus, 2023 wurde er Vierter und im vergangenen Jahr verlor er nach wenigen Sekunden im ersten Lauf seinen Ski.
Umso mehr wäre ihm ein positives Ende bei Olympia vergönnt gewesen. Brennsteiner nimmt das aber gefasst: "Ich hab's vorher schon gesagt: Wenn es kommt, wäre es schön. Wenn nicht, dann werde ich meinen Kopf aber auch nicht gegen die Wand hauen. Man muss es sich erarbeiten und einfach immer das Beste geben. Leider war ich beim Speed einfach nicht dabei."
Kein Erfolgserlebnis für die ÖSV-Herren
Auch für die anderen drei Österreicher gab es nichts zu holen. Marco Schwarz verbesserte sich immerhin im zweiten Durchgang mit einem guten Lauf von 18 auf neun.
Olympia-Debütant Patrick Feurstein landete auf Position 16. "Grundsätzlich ein cooles Rennen, aber ich hätte mir schon mehr erhofft. Es wollte leider nicht sein, aber es waren meine ersten Spiele. Natürlich ist das etwas Besonderes", so der Vorarlberger.
Riesentorlauf-Weltmeister Raphael Haaser musste sich mit dem 19. Platz zufriedengeben.
Damit endet auch das vierte Rennen der Männer ohne Edelmetall. Winterspiele ohne Medaille bei den ÖSV-Männern gab es zuletzt 2010 in Vancouver. Im Slalom am Montag (ab 10:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>) bietet sich die letzte Chance.