DSV-Präsident vor Hirscher-Comeback skeptisch
Marcel Hirscher erhält eine FIS-Wildcard, doch die Entscheidung sorgt für Diskussionen. DSV-Präsident Wolfgang Maier sieht die Sonderbehandlung kritisch.
Marcel Hirscher erhält von der FIS eine Wildcard, die dem 37-Jährigen den Umweg über unterklassige Rennen und hohe Startnummern erspart. Die Sonderbehandlung sorgt im Ski-Fahrerlager allerdings nicht nur für Zustimmung.
Einen Startplatz direkt hinter den Top 30 sieht der Präsident des Deutschen Skiverbands (DSV) Wolfgang Maier als Privileg. Entsprechend kritisch beurteilt der Deutsche die Sonderregelung für Hirscher im Interview mit Web.de.
Auch sportlich sieht Maier das Comeback des Salzburgers durchaus skeptisch. Es sei "im kompetitiven Herrenbereich eine extreme Herausforderung, wieder das frühere Leistungsniveau zu erreichen", so der Deutsche.
Maier nimmt Hirscher in die Pflicht
Die Verantwortung, die mit der Wildcard verbundenen Erwartungen zu erfüllen, sieht Maier vor allem bei Hirscher selbst. Der Salzburger, der für die Niederlande an den Start geht, müsse beweisen, welche Ziele er mit seinem Comeback verfolgt, und sich der sportlichen Realität stellen.
Trotz seiner kritischen Einschätzung spart Maier nicht mit Anerkennung. Er bewundert Hirschers bisherige Leistungen und würdigt ihn als "außergewöhnlich erfolgreichen und hochprofessionellen Sportler".