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ÖSV-Läufer kratzt im ersten Wengen-Training an den Top-Drei

Daniel Hemetsberger ist als Vierter bester Österreicher, ließ aber ein Tor aus. Das sagen die Athleten nach dem 1. Training am Lauberhorn.

ÖSV-Läufer kratzt im ersten Wengen-Training an den Top-Drei Foto: © GEPA

Daniel Hemetsberger war im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt in Wengen der schnellste Österreicher.

Der Oberösterreicher hatte am Dienstag am Lauberhorn 1,68 Sekunden Rückstand auf den überlegenen Italiener Giovanni Franzoni und war zeitgleich mit dem für Deutschland fahrenden Tiroler Romed Baumann Vierter.

Er ließ laut eigenen Angaben dabei aber ein Tor aus. Die übrigen Österreicher hatten beim ersten Herantasten doch deutlichen Rückstand.

Schwarz und Feurstein fehlten

Raphael Haaser hatte als Neunter bereits 2,47 Sekunden Rückstand auf Franzoni. Otmar Striedinger, Stefan Babinsky und Vincent Kriechmayr belegten mit über dreieinhalb Sekunden Rückstand die Ränge 29, 30 und 32.

Marco Schwarz und Lukas Feurstein standen wegen eines Magen-Darm-Virus nicht am Start, das Duo will am Mittwoch das zweite Training bestreiten.

Erstes Abtasten

Aussagekräftig war die erste Einheit kaum. Auf der längsten Strecke des Weltcups mit rund zweieinhalb Minuten Fahrzeit wurden Kräfte für die kommenden Tage gespart. "Es war ein erstes Herantasten, es hat sicher noch keiner Vollgas gegeben", erkannte Baumann.

In Wengen steht am Freitag (12.30 Uhr) zunächst ein Super-G am Programm, ehe am Samstag (12.30) die klassische Lauberhorn-Abfahrt gefahren wird. Der Schweizer Marco Odermatt geht als Favorit in die Rennen.

Der dreifache Wengen-Sieger klassierte sich im ersten Training auf Rang zehn.

Kriechmayr: "Anstrengend wie eh und je"

"Geil, aber brutal zach" sei Wengen, urteilte Hemetsberger. Die an einigen Stellen noch weiche Strecke nötigte den Läufern schon im Training alles ab. Auch Hemetsberger kam in einer weichen Stelle vom Kurs ab und verpasste ein Tor.

"Anstrengend wie eh und je", sei es, so Kriechmayr. Der doch große Rückstand bereitet dem Abfahrtssieger von 2019 keine Sorgen. "Ich kann es mir gut erklären. Es ist einmal das erste Training, im zweiten will ich es besser machen", meinte der Oberösterreicher, der im Vorjahr nicht das Ziel gesehen hatte.

Darf sich Kriechmayr seines Olympia-Tickets für die Spiele in Mailand/Cortina d'Ampezzo sicher sein, geht es in Wengen u.a. auch für Hemetsberger noch darum, Werbung in eigener Sache zu machen.

"Ich wollte mich in dieser Saison eigentlich eindeutig in den Rennen bis jetzt qualifizieren. Das hat nicht geholfen bis jetzt", sagte der 34-Jährige zur bisher mageren Ausbeute. "Ich werde weiter Vollgas fahren und hoffentlich bin ich dabei."

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