Neun von zehn Siegen im Slalom: Shiffrin so dominant wie noch nie
Mikaela Shiffrin fährt dem Rest der Welt beim Finale einmal mehr davon - im zehnten Saison-Slalom feiert sie den neunten Sieg und steht vor dem erneuten Gewinn der großen Kugel.
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Bei Mikaela Shiffrin gehen einem langsam sämtliche Superlative aus.
Die US-Amerikanerin deklassiert die Konkurrenz im finalen Saison-Slalom in Hafjell und gewinnt mit 1,32 Sekunden Vorsprung auf Wendy Holdener.
Damit nicht genug, stellt sie auch noch einen neuen Punkterekord im Slalom-Weltcup auf: Die 30-Jährige feiert im neunten Saison-Slalom den zehnten Sieg – insgesamt sammelt sie unglaubliche 980 von 1000 möglichen Punkten und holt zum insgesamt neunten Mal die Slalom-Kristallkugel.
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Shiffrin fühlt sich trotz 85-Punkte-Polster "nicht sicher"
In der vergangenen Saison ist die erfolgreichste Skifahrerin jemals verletzungsbedingt ohne Kristallkugel geblieben - nun meldet sie sich eindrucksvoll zurück: "Das ist ein Symbol dafür, was mein Team geschafft hat. Sie haben mir speziell in den letzten Jahren durch die Verletzungen geholfen", sagt Shiffrin im ORF-Interview nach dem Rennen.
Mit dem Sieg geht Shiffrin mit 85 Punkten Vorsprung im Gesamtweltcup ins letzte Saison-Rennen. Emma Aicher braucht damit einen Sieg im abschließenden Riesentorlauf (ab 10:30 Uhr im LIVE-Ticker>>>), um der US-Läuferin noch einmal gefährlich zu werden, die nicht in den Top-15 und somit in den Punkterängen (beim Saisonfinale bekommen nur die ersten 15 Punkte) landen darf.
"Komfortabel" sieht Shiffrin den Vorsprung jedoch nicht: "Ich fühle mich überhaupt nicht sicher, alles kann passieren in diesem Rennen. [..] Am Ende muss ich mein Bestes geben."
Aicher: "Cool, dass ich bis zum letzten Rennen nervig sein kann"
Die 22-jährige Deutsche kann es selbst noch gar nicht fassen, dass sie den Kampf um die große Kristallkugel so lange offen hält: "Vor einem Jahr war ich so weit weg von dem Ganzen. Aber ist schon cool, dass ich bis zum letzten Rennen nervig sein kann."
Allzu viele Hoffnungen macht sich Aicher jedoch nicht mehr. Der Riesenslalom gehört (noch) nicht zu ihren großen Stärken: "Morgen ist ja der Riesen - das ist ja jetzt gerade noch meine schwächste Disziplin. Ich bin zufrieden, egal wie es endet, morgen kann ich einfach Skifahren und Spaß haben."