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Enttäuschte ÖSV-Adler wollen keine Ausreden suchen

Mit ihren Sprüngen zeigen sich Jan Hörl und Stephan Embacher nicht unzufrieden. Für eine Medaille reichte es aber nicht.

Enttäuschte ÖSV-Adler wollen keine Ausreden suchen Foto: © GEPA

Für die österreichischen Skispringer gibt es auch im dritten Bewerb bei diesen Olympischen Spielen keine Medaille zu bejubeln.

Beim Sieg von Domen Prevc auf der Großschanze in Predazzo wurde Jan Hörl Fünfter und somit bester Österreicher. Auf Bronze fehlten dem Salzburger schlussendlich 4,3 Punkte.

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Hörl sprungtechnisch zufrieden

Vor dem Bewerb galt Hörl als einer der Mitfavoriten auf eine Medaille, denn im Training platzierte er sich immer in der absoluten Spitzengruppe.

"Bitter. Hier zählen die Medaillen, es hat wieder nicht gereicht. Sprungtechnisch finde ich es sehr okay, aber andere sind einfach mehr am Punkt und kriegen es besser runter", analysiert der 27-Jährige im "ORF".

Obwohl er vor dem Wettkampf ein "sehr gutes Gefühl" hatte, war die Schanze nicht ganz gleich wie im Training: "Es war von den Bedingungen her etwas anders, wenn es feuchter ist und nieselt, dann reift die Spur auf. Ich habe mich etwas unwohler gefühlt, das soll aber keine Ausrede sein."

Embacher kann sich im Wettkampf steigern

Zweitbester Österreicher wurde der erst 19-jährige Stephan Embacher. Der Tiroler landete wie schon auf der Normalschanze auf dem siebten Rang.

Doch im Gegensatz zu Hörl hatte Embacher große Schwierigkeiten im Training. "Ich bin eigentlich recht zufrieden, weil die Trainings waren nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Die Sprünge heute waren schon wieder echt in Ordnung", sagt Embacher.

Obwohl "Bambi" bei seiner Olympia-Premiere mit zwei Top-Ten-Plätzen aufzeigte, ist er trotzdem nicht ganz glücklich: "An einem normalen Weltcup-Wochenende wäre ich voll zufrieden mit zwei siebten Plätzen."

Gemeinsam mit Hörl wird der Youngster wohl auch das Zweier-Team im Super-Team-Bewerb am Montag (19 Uhr im LIVE-Ticker >>>) bilden.

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Prevc mit "Traum"-Sprung zu Gold

Wesentlich zufriedener als die beiden Österreicher zeigte sich Domen Prevc. Der Slowene konnte den hohen Erwartungen gerecht werden und sich Gold vor dem Japaner Ren Nikaido und dem Polen Kacper Toamsiak sichern.

Dabei war Prevc im ersten Durchgang noch sieben Punkte hinter Nikaido auf Rang zwei gelegen. Doch im Finale sicherte er sich mit einem Sprung auf 141,5 Meter den Sieg.

"Wenn jeder erwartet hatte, dass ich Gold gewinne, war ich der Einzige, der das nicht geglaubt hat", sagte der Slowene. "Ich wusste, dass es ein harter Kampf werden wird, aber heute war das Wetter auf meiner Seite und es war ruhig und nicht so viel Rückenwind. Der zweite Sprung war einer, von dem ich träume."

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