NEWS

Erste Wienerin: Die (noch) einzigartige Story der Meghan Wadsak

Die 18-Jährige schreibt bei Olympia Sportgeschichte. Für sie gehe es aber nicht nur um Ergebnisse, wie sie erklärt.

Erste Wienerin: Die (noch) einzigartige Story der Meghan Wadsak Foto: © GEPA

Vom ersten Wiener Gemeindebezirk zu den Olympischen Winterspielen nach Predazzo.

Meghann Wadsak ist die erste Skispringerin aus der Bundeshauptstadt, der das gelang - und hoffentlich nicht die letzte. Mit ihrem Auftritt im Normalschanzen-Bewerb (Rang 35) schrieb die 18-Jährige Geschichte.

"Ich freue mich sehr, ich weiß eigentlich gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach nur richtig aufgeregt und freue mich, dass ich dabei sein kann", erklärte sie kurz vor Beginn der Spiele gegenüber LAOLA1.

Von den Wiener Stadtadlern nach Stams

Der Weg der Schülerin begann mit rund fünf Jahren bei den Wiener Stadtadlern, wo auch ihre Brüder gesprungen sind, und führte mit 14 Jahren ins Skigymnasium Stams. Dort absolviert sie dieses Jahr die Matura.

Die Abschlussprüfung und die lange Fehlzeit, die in der Schule durch Olympia zustande kommt, bereitet ihr keine großen Sorgenfalten: "Stams ist darauf ausgerichtet, deshalb verbindet sich das gut. Im Maturajahr ist natürlich ein bisschen mehr zu tun, aber bis jetzt habe ich es ganz gut untergebracht", sagt Wadsak, die im Dezember 2024 ihr Weltcup-Debüt feierte.

Im Maturajahr ist natürlich ein bisschen mehr zu tun, aber bis jetzt habe ich es ganz gut untergebracht

Nach Olympia gilt die ganze Konzentration Wadsaks ihrer Reifeprüfung

Für die 18-Jährige sind die Olympischen Spiele eher eine Draufgabe. Sie wolle einfach Spaß haben, ihre besten Sprünge zeigen und die Atmosphäre aufsaugen.

Dass sie ohne großen Erwartungsdruck an den Start gehen kann, helfe ihr. So bestehe bei ihren Einsätzen die Möglichkeit, "von hinten anzugreifen". Unterstützt wird sie in Italien von ihren Eltern und ihren Brüdern.

Kurze Entfernung hat "Vor- und Nachteile"

Die Tatsache, dass das Event vergleichsweise nahe zur Heimat stattfindet, habe für sie Vor- und Nachteile. "Wenn es weit weg ist, ist das Gefühl vielleicht noch einmal ein bisschen aufregender", meint sie. Der südtiroler Austragungsort Predazzo komme ihr dafür besonders dank der "heimatlichen Gegend und ähnlichen Kultur" entgegen.

Die Schanze selbst kannte sie vor ihrem ersten Bewerb noch nicht. Somit stand beim Training beziehungsweise beim Wettkampf auf der Normalschanze die erste Kennenlernphase an.

Den Bewerb schloss sie als 35. ab. Auf der Großschanze hat sie am Sonntag (ab 18:45 Uhr im LIVE-Ticker>>>) aber bereits die nächste Chance, ihr Können unter Beweis zu stellen.

Zeitplan und Kalender der Olympischen Spiele 2026 >>>

Wadsak hat bereits Erfahrung mit internationalen Großevents

Für Wadsak selbst ist es nicht das erste internationale Großevent. 2024 gewann sie bei den Olympischen Jugend-Winterspielen im Mixed-Team die Bronzemedaille. Im Vorjahr folgte zusammen mit Stephan Embacher bei der Junioren-WM ebenfalls Bronze im Mixed-Team.

Bei Olympia schreibt Wadsak übrigens nicht zum ersten Mal Geschichte: In der aktuellen Saison belegte sie im Weltcup in Ljubno die Ränge 25 und 26. Damit ist sie auch die erste Wiener Skispringerin überhaupt, die Weltcuppunkte holte.

Kommentare