Huber nach Team-Gold: "Ich war abartig nervös"
In der Team-Kombi sorgen die Vorarlbergerin und die Niederösterreicherin für eine Sensation. Sowohl am Start als auch im Ziel herrschte große Nervosität.
Österreich hat die zweite Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2026!
Nach Snowboarder Benjamin Karl sorgen Ariane Rädler und Katharina Huber in der alpinen Team-Kombination der Frauen in Cortina d'Ampezzo für eine große Sensation und krönen sich zu Olympiasiegerinnen.
Rädler brachte das ÖSV-Doppel mit einer starken Abfahrt und dem zweiten Platz in eine gute Ausgangslage, die Huber im Slalom perfekt verwertete. Mit einer risikoreichen Fahrt wurde noch das Top-Favoriten-Duo Breezy Johnson/Mikaela Shiffrin abgefangen.
"Es ist unbeschreiblich! Die Ari ist so eine geile Abfahrt gefahren, so geil Skigefahren. Ich habe mir einfach nur vorgenommen: "Fahr' einfach geil Ski, so wie ichs kann. Dass es sich so ausgeht und wir heute als Olympiasieger dastehen, ich glaub's noch überhaupt nicht", sagt Huber im "ORF".
Rädler sprach von einer "guten Abfahrt" und einem guten Gefühl vor dem entscheidenden Slalom. "Irgendwie habe ich es gespürt. Kathi hat den Slalom so runtergedrückt. Ich war so nervös, das war unglaublich. Es ist so cool", erklärt die Vorarlbergerin.
Huber: "Ich war abartig nervös"
Die Nerven haben bei Huber gehalten, obwohl sie gesteht: "Ich war abartig nervös. Ich habe mit meinem Physio und meinem Servicemann geredet, mich einfach mit irgendeinem Blödsinn abgelenkt, damit ich mir die Nervosität vom Leib rede."
Die zehntbeste Zeit der Niederösterreicherin im Slalom reichte schließlich zu Gold, im Schlusshang brachte sie den knappen Vorsprung von fünf Hundertstelsekunden ins Ziel. Ihr sei in der Vergangenheit angeprangert worden, auf den letzten Metern zu viel Zeit zu verlieren.
"Jetzt habe ich anscheinend dort Gold geholt", spricht aus Huber die Genugtuung. "Irgendwie schließt sich der Kreis, das macht es umso schöner."
Zwei Karrieren voller Verletzungsrückschläge
Beide Athletinnen waren in ihren Karrieren vor schweren Verletzungen nicht gefeit, Rädler wurde von vier (!) Kreuzbandrissen mehrmals zurückgeworfen.
"Ich habe mich immer zurückgekämpft, umso schöner, dass es geklappt hat. Zwischendurch glaubt man gar nicht mehr an den Traum", sagt sie nun und freut sich, dass sie nun gemeinsam mit Huber Olympia-Gold um den Hals hängen hat.
Aufgrund ihres gemeinsamen Geburtsjahrs 1995 hatten sie sich "Team 95" genannt. "Wir kennen uns schon so lange, sind schon zu Schüler-Zeiten gemeinsam Rennen gefahren. Wir sind ein Dream-Team!"