Scherer warnt ÖSV: "Mittelmaß zu fördern, ist nicht der Anspruch"
Kurz nach seinem Abschied als Generalsekretär richtet der 41-Jährige einen Appell an die Politik und stellt ein wenig erfreuliches Szenario in Aussicht.
Christian Scherer ist seit Freitag nicht mehr Generalsekretär von Ski Austria. Im Frühjahr hatte der 41-Jährige seinen Rückzug verkündet, Jan Überall ist sein Nachfolger.
Gegenüber dem "Kurier" zog Scherer eine Bilanz über seine Amtszeit. Seiner Ansicht nach stehe der ÖSV "sehr solide" da, man könne "frohen Mutes" in die Zukunft blicken.
Doch es gibt auch Anlass zur Sorge, wie er erklärte. Zwar habe sich die Einnahmenseite positiv entwickelt, die Kosten seien in den letzten Jahren durch die zahlreichen Krisen aber enorm gestiegen.
Und das könnte irgendwann zum Problem werden. Scherer: "Wenn die öffentlichen Zuwendungen weiter zurückgeschraubt werden, obwohl man sich im Regierungspapier zur Skination bekennt, geht es irgendwann an die Substanz und die Qualität."
Ski Alpin, Skispringen - und sonst?
Sollten die Kosten weiter steigen, werde man sich überlegen müssen, ob eine Förderung aller Sparten - so wie derzeit - noch möglich sei. Abstriche bei den Alpinen könne sich der Verband nicht leisten. Außer den Alpinen und dem Skispringen seien alle Sparten defizitär.
Es sei jedenfalls nicht der Anspruch des ÖSV, eine Sparte zu erhalten "und nur Mittelmaß zu fördern".