Bereits nach dem ersten Durchgang lag der Villacher Tschofenig souverän in Führung, im zweiten konnte er nochmal einen drauflegen: "Zwei ideale Sprünge, der erste war schon gut. Aber den zweiten hab ich an der Kante perfekt getroffen, bin dann genial geflogen, nur bei der Landung muss ich mir beim Lanisek noch ein paar Übungsstunden holen."
Landsmann Michael Hayböck überzeugte in Garmisch ebenfalls und krönte seine Leistung im ersten Durchgang mit einem Satz auf 145 Meter und der Überbietung des Schanzenrekords.
"Das war immer so die Angstschanze, bei den anderen drei Stationen hab ich schon gewonnen. Aber jetzt hat sich das geändert. Ich springe sehr gerne hier und bin richtig happy über den Stockerlplatz und den Schanzenrekord. Ein super Tag", so Hayböck.
Damit hält Hayböck nun neben Innsbruck auch in Garmisch den Schanzenrekord: "Am Bergisel den Schanzenrekord rühren wir hoffentlich nicht an. Das würde meinem Kreuz nicht gut tun, dort unten zu landen."
ÖSV-Dreifachführung vor Innsbruck
Weil mit Jan Hörl (5.) und Stefan Kraft (8.) auch die anderen Sieganwärter des ÖSV gute Platzierungen holten, liegen in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee drei Österreicher zur Halbzeit in Führung.
"1, 2, 3. Ich freue mich so auf die Stimmung in Österreich. Der Bergisel kann eine Diva sein, aber wir kennen die Schanze bestens. Ich versuche die zwei Jungen zu ärgern. Sie sind zwar besser drauf, aber vielleicht kann ich sie mit meiner Erfahrung ärgern", zeigte sich Stefan Kraft hocherfreut über die Leistungen der Adler.
Die besten Chancen auf den Tourneesieg hat nach Garmisch aber Daniel Tschofenig. Der Kärnter liegt 7,9 Punkte vor Jan Hörl und 8,6 Punkte vor Stefan Kraft. Mit Gregor Deschwanden, Andre Forfang und Pius Paschke haben aber auch noch drei "Nicht-Österreicher" gute Chancen. Michael Hayböck ist Siebter.