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Forfang wirft Polen wegen überhöhter Fluor-Werten Betrug vor

Zum wiederholten Mal kommen aus dem norwegischen Lager Vorwürfe auf.

Forfang wirft Polen wegen überhöhter Fluor-Werten Betrug vor Foto: © GEPA

Die Materialdiskussionen bei der Vierschanzentournee reißen einfach nicht ab.

Nach der Qualifikation am Bergisel wurde der Pole Pawel Wasek aus der Wertung genommen. Der Grund dafür war aber nicht ein Fehler am Anzug, sondern erhöhte Fluor-Werte am Ski. Dieses Wachs ist seit 2023 von der FIS verboten.

Der polnische Verband weist die Schuld für das Vergehen von sich und erklärt sich dies so: "Es ist sehr wahrscheinlich, dass es die Schuld des Herstellers ist. Das Ski-Wachs war verunreinigt. Wir haben den Hersteller noch nicht kontaktiert.“ Das Echo lässt aber auch nicht lange auf sich warten.

Forfang stellt eigene Suspendierung in Frage

Ausgerechnet der in den Anzug-Skandal in Trondheim involvierte Johann Andre Forfang bezweifelt diese These.

Gegenüber der norwegischen Zeitung "Dagbladet" macht der Norweger seinem Unverständnis Luft: "Das kann ich einfach nicht glauben. Es war ganz sicher keine Sabotage. Da waren große Mengen Fluorid. Nicht nur Spuren. Ich glaube nicht, dass es ein Unfall war.“

Dass er selbst nach der Anzugmanipulation bei der WM suspendiert wurde und Wasek nur disqualifiziert, versteht Forfang nicht: "Worin besteht der Unterschied zwischen den steifen Fäden und dem Vorhandensein von Fluorid auf den Skiern? Warum führt das eine zur Disqualifikation und das andere zum Verbot?"

Für den 30-Jährigen steht fest: "Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Welt nicht gerecht ist.“

Laut Forfang würden die Skier nicht bei jedem Weltcup auf die verbotene Substanz geprüft, das letzte Mal soll das Anfang Dezember in Wisla der Fall gewesen sein.

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