Odermatt bejubelt in Garmisch seine ganz persönliche "Revanche"
Die Österreicher stellen hingegen einen neuen Negativrekord auf.
Presented By
Die Olympischen Winterspiele verliefen für Marco Odermatt von außen betrachtet etwas enttäuschend. Der Schweizer Ski-Dominator holte "nur" zweimal Silber und einmal Bronze. Die erhoffte Goldmedaille blieb ihm jedoch verwehrt.
Doch beim ersten Weltcup-Rennen nach Olympia steht der 28-Jährige wieder am obersten Treppchen. In der Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen führt Odermatt einen Schweizer Dreifachsieg vor Alexis Monney (+0,04) und Stefan Rogentin (+0,98) an.
"Leute, die wenig verstehen vom Skisport"
Nach dem Rennen zeigt sich Odermatt im "ORF"-Interview erleichtert: "Es war sicher ein bisschen eine Revanche. Ich bin wieder lockerer hierhergekommen. Auch die Stimmung hier, dieses Frühlingswetter, macht Spaß."
Über den Sieg freut sich der Gesamtweltcup-Leader, doch von einer Olympia-Enttäuschung will er nichts wissen: "Wenn man drei Olympiamedaillen mit nach Hause nimmt und die Standings anführt für die Kugeln, dann sind das Aussagen von Leuten, die wenig verstehen vom Skisport."
Der Sieg ist für Odermatt sein 54. im Weltcup. Damit ist er nun ex aequo mit Hermann Maier auf Rang drei der ewigen Bestenliste. "Mit Hermann gleichzuziehen, ist unglaublich", sagt Odermatt über die Marke.
Neuer Negativrekord für ÖSV-Abfahrer
Für die ÖSV-Fahrer gibt es auch in der 23. Weltcup-Abfahrt in Folge keinen Sieg. Damit stellen die Österreicher einen neuen Negativrekord auf.
Bester Österreicher wurde abermals Vincent Kriechmayr als Vierter (+1,20). Auf einen Podestplatz fehlten ihm schlussendlich 22 Hundertstel.
"Die Platzierung ist tadellos, der Rückstand ist zu groß. Ich hätte unten besser fahren müssen", sagt der Oberösterreicher im Nachhinein.
Wo er die Zeit verloren hat weiß er genau: "Die Linkskurve ins Ziel rein habe ich die letzten fünf Mal schon nicht gescheit erwischt, dann ist es noch ein langer Weg ins Ziel."
Hemetsberger "frustriert"
Die restlichen Österreicher konnten sich nicht in den Spitzenplätzen etablieren. Zweitbester ÖSV-Fahrer wurde Daniel Hemetsberger als 22.
"Ich bin frustriert, so abgespeist zu werden bei einem Rennen - ich kriege von oben bis unten eine 'Vollschleife'. Ich bin wahrscheinlich eine zu runde Linie gefahren", zeigt er sich nach seinem Lauf enttäuscht.
Ebenfalls noch in den Punkterängen landeten Raphael Haaser als 26. Marco Schwarz und Stefan Babinsky wurden ex aequo 29.