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Matt nach Slalom-Krimi: "Habe mich schon einmal mehr gefreut"

Er verpasste das Podest um lediglich zwei Hundertstel. Die größte Aufholjagd des Tages gelang Dominik Raschner, der sich eine Belohnung abholt.

Matt nach Slalom-Krimi: "Habe mich schon einmal mehr gefreut" Foto: © GEPA

Ein wahrer Krimi ereignete sich beim vorletzten Weltcup-Saison-Slalom in Kranjska Gora!

Die ersten vier Läufer wurden von nur sechs Hundertstel getrennt. Atle Lie McGrath siegte vor Henrik Kristoffersen (+0,01) und Lucas Pinheiro-Braathen (+0,04). Michael Matt verpasste das Podium um zwei Hundertstel, den Sieg um lediglich 0,06 Sekunden.

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Matt hadert mit verpasstem Podium

"Ich habe mich schon einmal mehr gefreut über einen vierten Platz", meint Matt, nachdem er um zwei Hundertstel das Podest verpasste. Linus Straßer als Fünfter hatte ebenfalls nur drei Hundertstel Rückstand auf den Österreicher.

Dennoch analysiert er seine Leistung im zweiten Lauf als "sehr gut".

2017 konnte er in Kranjska Gora den Sieg holen. Er komme immer gerne an jenen Weltcuport. Dort sei alles unkompliziert, es gebe einen coolen Hang und seine Ergebnisse seien immer gut.

Die Leistungskurve zeigt seiner Meinung nach schon länger bergauf: "Vor den Olympischen Spielen habe ich das Gefühl wiedergefunden und habe die Schwünge wieder so ziehen können, wie ich sie will. Es ist schön, wenn es jetzt auch am Papier steht", so Matt.

Gstrein verpatzt zweiten Lauf

Weniger erfreulich verlief der Tag für Fabio Gstrein. Der Olympia-Zweite verschaffte sich nach dem ersten Durchgang als Fünfter eine gute Ausgangslage, fiel jedoch nach einem Fehler auf Rang zwölf zurück.

"Wenn es ein wenig ruppig wird, so wie jetzt, bekomme ich es nicht hin", erklärt er. Die genaue Ursache müsse er jetzt analysieren. Nach dem Übergang habe er mehr Gas geben wollen, "vielleicht war das zu viel", sagt Gstrein.

Vor allem für Teamkollegen Dominik Raschner freut er sich dennoch sehr: "Es ist schön, dass er endlich gezeigt hat, was er im Training immer tut", gibt er zu verstehen.

Raschner macht 23 Plätze gut

Angesprochener Raschner musste nach dem ersten Durchgang noch um den zweiten Durchgang zittern, im Finale nutzte er die Startnummer eins jedoch perfekt aus. Er fuhr von Rang 30 auf Platz sieben und verfehlte den Sieg um lediglich 26 Hundertstel.

Es sei im ersten Durchgang viel Glück dabei gewesen, dass er nochmal starten könne, so Raschner nach dem Rennen im "ORF"-Interview.

Raschners Aufholjagd bringt Final-Ticket

Fortschritte merkte er zuletzt bereits im Training: "Das Gefühl hat in die richtige Richtung gezeigt, wir haben das Material ein bisschen umgestellt und versucht, dass ich konstanter werde, das war dieses Jahr das große Problem bei mir. Ich habe so viele Ausfälle gehabt", erklärt er und fügt hinzu: "Ich war zwar schnell, aber wenig im Ziel."

Die Aufholjagd wird belohnt: Mit den Punkten aus dem heutigen Rennen zitterte er sich zudem zum Weltcupfinale, welches am 25. März in Lillehammer stattfindet.

Schwarz steigert sich in Durchgang zwei

Auch Marco Schwarz verbesserte sich im zweiten Durchgang um drei Ränge und wurde bei "frühlingshaften" Bedingungen schlussendlich 13. Mit seinem zweiten Lauf war er zufriedener als mit jenem in der Früh: "Die Fahrt war besser als im ersten Durchgang." Dennoch sei sie mittelmäßig gewesen.

Nächstes Wochenende wird sich der 30-Jährige in Courchevel wieder den Speed-Rennen widmen.

Joshua Sturm beendete den Tag als 14.

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