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Kriechmayr nach Wengen-Super-G: "Überall der Wurm drin"

Vincent Kriechmayr rechnet nach dem Super-G in Wengen gnadenlos mit seiner eigenen Leistung ab. Warum auch Marco Odermatt gepatzt hat.

Kriechmayr nach Wengen-Super-G: "Überall der Wurm drin" Foto: © GEPA

Eigentlich zählt Vincent Kriechmayr am Lauberhorn stets zum engsten Favoritenkreis.

Doch heute kam der 34-Jährige nie richtig in Fahrt. Mit einem Rückstand von 1,28 Sekunden blieb ihm lediglich der zwölfte Platz – ein Ergebnis, das weit hinter seinen eigenen Ansprüchen zurückbleibt.

Harte Selbstkritik nach Fahrfehler

Kriechmayr identifizierte die Ursache für das schwache Abschneiden sehr präzise. Erneut war es eine Schlüsselstelle, die ihm zum Verhängnis wurde.

"Den Canadian-Corner wie im Training vergeigt. Dann war überall der Wurm drin. Ein bescheidener Tag“, erklärte ein sichtlich konsternierter Kriechmayr im Zielraum. Der Zeitverlust in diesem technischen Abschnitt zog sich wie ein roter Faden durch seinen gesamten Lauf.

Haaser: "Das ist nicht akzeptabel"

Neben Kriechmayr haderten auch andere Spitzenläufer mit den Tücken der Piste. Raphael Haaser, der als zweitbester Österreicher auf dem fünften Rang landete, zeigte sich trotz der soliden Platzierung unzufrieden.

Besonders die Passage beim Kernen-S kostete ihn eine mögliche Podestplatzierung. "Das ist nicht akzeptabel. Da bin ich einfach nicht gut Skigefahren“, lautete Haasers klares Resümee über seinen Auftritt.

Odermatt mit ungewohntem Fehler

Selbst Dominator Marco Odermatt blieb diesmal nicht fehlerfrei. Dem Schweizer fehlten als Viertem lediglich 16 Hundertstelsekunden auf das Podest, nachdem er an einer seiner Schlüsselstellen zu viel riskierte:

"Eine Stelle, da kann ich normal ein bisschen Zeit ausbauen. Heute habe ich versucht, noch ein bisschen länger zu warten. Es war einfach zu viel“, gestand Odermatt.

Blick nach vorne: Die Abfahrt als Chance

Lange Zeit zum Grübeln bleibt den Athleten nicht. Bereits am Samstag (ab 12:30 Uhr) bietet sich in der klassischen Abfahrt die Chance auf Wiedergutmachung. Kriechmayr weiß allerdings um die enorme Qualität des Feldes: „Morgen ist noch einmal eine andere Hausnummer. Da gibt es Leute wie Von Allmen oder Odermatt, die die letzten Jahre immer schnell waren.“

Zudem zollte der ÖSV-Star dem heutigen Überraschungssieger Respekt. Besonders die Fahrt von Giovanni Franzoni nötigte ihm Anerkennung ab: „Was er heute abgeliefert hat, war herausragend.“

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