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Feller und Super-G-Team als Highlights der Männer-Bilanz

Die alpine Skisaison ist zu Ende! Zeit, um Bilanz zu ziehen und auf die Errungenschaften der ÖSV-Herren um Manuel Feller zu blicken:

Feller und Super-G-Team als Highlights der Männer-Bilanz Foto: © GEPA

Es ist keine überragende Weltcup-Saison gewesen, aber eine passable und mit dem Kugelgewinn von Manuel Feller im Slalom als Highlight.

Österreichs alpine Skirennläufer kamen 2023/24 auf sieben Siege durch drei verschieden Athleten, neun zweite und drei dritte Plätze. Das war eine Steigerung gegenüber des Vorjahres (5/6/5). Was schmerzt ist die Abfahrtsbilanz mit nur einem zweiten Rang sowie die klare Niederlage im Nationencup mit 4.310 Punkten gegen die Schweiz mit 6.238.

Überraschend nimmt sich Rang drei durch Technik-Spezialist Feller im Gesamtweltcup mit 952 Punkten hinter dem überragenden Schweizer Marco Odermatt (1.947) und dessen Landsmann Loic Meillard (1.073) aus. Der Tiroler gewann vier Rennen. Mit Marco Schwarz, Aleksander Aamodt Kilde und Alexis Pinturault sind zu viele Spitzenplatzanwärter während der Saison verletzungsbedingt weggebrochen. Als zweitbester Österreicher reihte sich der zweifache Saisonsieger Kriechmayr als Sechster ein.

Hausaufgaben wurden "sehr gut gemacht"

ÖSV-Podestränge in den Saisonwertungen gab es weiters im Super-G für Kriechmayr als Zweiten und Raphael Haaser als Dritten, in der Abfahrt verpasste Kriechmayr als Vierter das Podest. Im Riesentorlauf war Feller als Neunter der Beste, Schwarz schloss trotz frühen Saisonendes als Zwölfter ab, Stefan Brennsteiner als 14. Auch im Slalom klaffte hinter Feller eine große Lücke, Fabio Gstrein bilanzierte als Zwölfter, Johannes Strolz als 13. Änderungen auf dem Trainersektor könnten im Technik-Bereich noch erfolgen, sagte daher Cheftrainer Marko Pfeifer.

Wenig zu bekritteln gibt es indes im Super-G. "Im Unterschied zur Abfahrt haben wir uns sehr, sehr stark präsentiert. Mit zwei am Podest (in der Wertung/Anm.) braucht man sich nicht verstecken. Ich glaube, da sind die Hausaufgaben sehr, sehr gut gemacht worden", meinte Pfeifer. Was die Abfahrt betreffe, müsse man jeden Athleten individuell analysieren. Wahrscheinlich hätten auch die schnellen Speedtage für die Weltcup-Topathleten gefehlt, weil das Wetter in der Vorbereitung nicht mitgespielt habe.

Konkrete Sommerpläne

Darauf wolle man im Sommertraining reagieren und Optionen bieten. Die Athleten sollen gestaffelt auf Schnee nach Übersee geschickt und auf unterschiedliche Orte aufgeteilt werden. Bei Schlechtwetter wäre dann nicht die gesamte Gruppe betroffen und die Läufer hätten die Möglichkeit, das Trainingsgebiet zu wechseln. Wahrscheinlich ist auch, dass Europacup-Gesamtsieger Manuel Traninger, der -Abfahrtsdritte Stefan Rieser und Vincent Wieser in die Trainingsgruppe von Werner Franz integriert werden.

Über alle vier Disziplinen gesehen brachte Österreich im Männerbereich in Laufe des Winters 23 Athleten in die Gesamtwertung, das heißt, dass sie zumindest einmal in einem Rennen in den Top 30 waren. Das waren genau so viele wie in der Saison 2022/23. Auf Europacupebene stellt Österreich erstmals seit 2021 mit Traninger wieder den Gesamtsieger. Wie im Weltcup ist auch dort die Situation im Riesentorlauf prekär.

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