NEWS

Um Hundertstel geschlagen! Hütter: "Darf man nicht nachtrauern"

Beinahe belohnte sich die Steirerin nach einer starken Fahrt mit dem zweiten Saisonsieg. Trotzdem freute sich natürlich über den zweiten Podestplatz in der Saison.

Um Hundertstel geschlagen! Hütter: "Darf man nicht nachtrauern" Foto: © GEPA

28 Zentimeter haben Cornelia Hütter bei der zweiten Abfahrt in Val di Fassa zum Sieg gefehlt.

Dennoch darf sich die Steirerin klarerweise über einen starken Abfahrtslauf freuen. Denn Hütter schaffte es nach dem ersten Saisonsieg im Dezember in Val d'Isère zum zweiten Mal in dieser Saison auf das Podium.

Hütter mit Risiko auf das Podest

Mit engster Linie sorgte die 33-Jährige zunächst für eine glasklare Führung. Die Steirerin übernahm mit Startnummer 11 die Zwischenführung um sagenhafte 0,63 Sekunden vor Olympiasiegerin Breezy Johnson aus den USA.

Doch zum Ende der Topgruppe folgte eben Laura Pirovano, die sich wie schon am Vortag mit dem Minimalvorsprung von 0,01 Sekunden durchsetzte.

"Ich habe alles reingelegt. Im Ziel sah ich fett Grün und dachte, dass es sich ausgehen musste", so Hütter. "Aber dann kommt die Lolli (Pirovano, Anm.) und es geht sich um eine Hundertstel nicht aus", fügte sie im ORF-Interview hinzu.

Mit dem Podestplatz unterstrich Hütter ihre starke Form nach Bronze im Super-G bei den Olympischen Winterspielen und trauerte dem Sieg auch nicht nach. "Das ist Rennfahren, einmal der, einmal wer anderer. Die Hundertstel kommen und gehen, denen darf man nicht nachtrauern", stellte sie fest.

Ortlieb mit Glück nach "Schlampigkeitsfehler"

Für Nina Ortlieb endete die Abfahrt hingegen mit einer gehörigen Schrecksekunde. Die Vorarlbergerin blieb bei einem Tor hängen und kam zu Sturz.

"Es ist zum Glück nichts passiert. Es war schon wieder ein Schlampigkeitsfehler", ärgerte sich die 29-Jährige. Eine weitere schwere Verletzung konnte sie immerhin verhindern.

"Ich habe Schlimmeres verhindern können. Nachdem ich schon so oft gestürzt bin, habe ich gewusst, was ich tun muss", so Ortlieb.

Pirovano nach Abfahrts-Double: "Unglaublich, es ist verrückt"

In Feierstimmung war indes natürlich Laura Pirovano. Die Italienerin durfte sich vor den heimischen Fans über den zweiten Karriere-Sieg binnen 24 Stunden freuen.

"Es ist unglaublich und verrückt!", erklärte die 28-Jährige, nachdem sie, sowie am Freitag, mit einem Vorsprung von 0,01 Sekunden gewonnen hatte. "Nun habe ich alles Glück wohl aufgebraucht", meinte Pirovano mit einem Lächeln.

Schließlich belohnte sie sich auch mit der Führung im Abfahrtsweltcup (436 Punkte) vor der Deutschen Emma Aicher (408). Auch Hütter (344) und Kira Weidle-Winkelmann (351) haben vor der letzten Saisonabfahrt in zwei Wochen im norwegischen Kvitfjell noch Chancen auf die kleine Kristallkugel.

Stand im Abfahrts-Weltcup:


Die 15 besten Skifahrerinnen Österreichs aller Zeiten

Kommentare