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Truppe nach Podestplatz erleichtert: "Der Vierte hätte wehgetan"

Katharina Truppe steht trotz "schwammiger Füße" zum ersten Mal bei einem Heimrennen auf dem Stockerl, während Shiffrin weiter Rekorde ausbaut.

Truppe nach Podestplatz erleichtert: "Der Vierte hätte wehgetan" Foto: © GEPA

Österreichs Ski-Damen haben endlich auch im Slalom ihren ersten Podestplatz in dieser Saison, Katharina Truppe holt ausgerechnet beim Flutlichtspektakel in Flachau vor über 12.000 Fans Rang drei, geschlagen nur von Überfliegerin Mikaela Shiffrin und deren US-Teamkollegin Paula Moltzan (zum Rennbericht >>>).

Für Truppe war es nicht nur der erste Stockerlplatz in dieser Saison, nachdem sie sich in den letzten Slaloms an die Topplatzierungen herangepirscht und vor allem mit großer Konstanz bestochen hatte, sondern auch der erste vor heimischem Publikum.

"Ich war im zweiten Durchgang echt nervös, habe ein bisschen schwammige Füße gehabt während dem Fahren. Es war wirklich nicht leicht, gerade mit den Spuren", zeigte sich Truppe nach dem Rennen im ORF-Interview erleichtert.

Hundertstelglück nach großer Anspannung

Dabei war auch das Hundertstelglück auf ihrer Seite, im Kampf mit der schlussendlich viertplatzierten Camille Rast war die Kärntnerin bei den Zwischenzeiten abwechselnd einmal knapp vorne, dann wieder knapp hinten, am Ende bewahrten sie 2 Hundertstel-Sekunden vor dem undankbaren vierten Platz.

Dessen war sich Truppe auch bewusst, zum Glück habe es gereicht, "weil der vierte hätte halt ein bisschen wehgetan", so die Kärntnerin.

Die zahlreichen Fans waren für Truppe auch unterwegs zu hören, die hätten sie hinuntergetragen: "Ich glaube, vor lauter Schreien haben sie mir die 2 Hundertstel gegönnt." Die Anspannung, als eine der ersten Drei des ersten Durchgangs oben zu stehen, sei nämlich schon groß gewesen, "es war vom Kopf her wirklich zach".

Feiern mit Teamkollegin für Shiffrin wichtiger als Zahlen

Nichts Außergewöhnliches dürfte es für Mikaela Shiffrin sein, als Letzte ins Rennen zu gehen. Die 30-Jährige feierte ihren 70. Slalomsieg, den 107. Sieg über alle Disziplinen hinweg.

Die Amerikanerin kürte sich damit zum bereits sechsten Mal zu "Snow Space Salzburg Princess", besonders der Kampf mit ihrer Teamkollegin bereitete ihr Freude. "Es ist ein verrücktes Gefühl, mich mit ihr zu duellieren."

"Heute war es schlussendlich auf meiner Seite, aber ich träume von deinem ersten Sieg und hoffe, dass ich dann mit dir am Podium sein kann", richtete die klare Führende im Slalom- und Gesamtweltcupführende der unterlegenen Moltzan aus, die nach mehreren Stockerlplätzen weiterhin auf ihren ersten Weltcuperfolg warten muss.

Was löste der 70. Sieg im Slalom bei Shiffrin aus? "Ich bin keine große Mathematikerin, es ist schwer, eine Karriere an einem Abend festzumachen. Diese Momente mit Teamkolleginnen zu teilen, das ist einfach besonders."

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