Hütter nach Zauchensee-Debakel: "Werde Aggressionen rauslassen"
Das ÖSV-Team erlebt bei der verkürzten Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee eine bittere Enttäuschung. Das sagen Conny Hütter, Mirjam Puchner & Co.:
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Die Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee verlief für die ÖSV-Frauen überhaupt nicht nach Plan.
Während Lindsey Vonn auf der Kälberloch-Piste triumphierte (zum Rennbericht>>>), landete Cornelia Hütter als beste Österreicherin auf Rang 20.
Ergebnis der Abfahrt in Zauchensee >>>
Während der US-Star im Mittelteil des kurzen Kurses auf die Siegesstraße einbog, verlor da Hütter entscheidend an Terrain. Die Steirerin hatte vor zwei Jahren beim Heim-Event den Super-G gewonnen, konnte heute aber nicht um die vorderen Plätze mitfahren.
"Im Mittelteil habe ich die Schnalze bekommen und gemerkt, ich werde einfach nicht schneller", sagte die 33-Jährige. Sie sei einfach nicht dort gefahren, wo die anderen gefahren sind.
"Aus österreichischer Sicht wollten wir schon eine Show bieten. Wenn ich alleine bin, werde ich meine Aggressionen rauslassen, und dann gescheit analysieren."
Vize-Weltmeisterin Puchner: "Worst case"
0,19 Sek. hinter Hütter klassierte sich Ariane Rädler, auch sie habe die Linie nicht getroffen und sei in den Neuschnee gekommen. "Es ist wichtig, dass du runterfindest, ohne zu viel Neuschnee zu erwischen. Es ist ärgerlich für mich", ärgerte sich die Vorarlbergerin.
Dass sie Vize-Weltmeisterin Mirjam Puchner um 0,18 Sek. distanzierte war für sie kein Trost. Die Salzburgerin resümierte ernüchtert: "Ich habe bei der Kurve oben schon meine Troubles gehabt, es ist 'worst case'. Ich habe es einfach nicht auf die Reihe gekriegt, die anderen haben es besser gemacht. Ich muss das abhaken."
Ortlieb: "Wir waren vor allem im obersten Teil brutal langsam"
Außerhalb der Punkteränge landeten Emily Schöpf (32./+1,53), Lena Wchner (36./+1,57), Christina Ager (38./+1,58) und Nina Ortlieb (39./+1,62).
Routinier Ortlieb war die am schwersten Geschlagene der rot-weiß-roten Garde, sprach von einer flachen Sicht.
"Ich glaube, ich habe es schon beim ersten Tor liegengelassen. Da bin ich zu weit geworden und habe gemerkt, dass ich kein Tempo mehr habe. Wir waren vor allem im obersten Teil brutal langsam. Da entscheiden ein paar km/h, ein paar Meter links oder rechts, ob man im Neuschnee steht."
Egger kommt zu Sturz
Zu allem Überdruss aus ÖSV-Sicht kam die St.-Moritz-Zweite Magdalena Egger zu Sturz und wurde mit dem Helikopter für eine Magnetresonanz-Untersuchung in das Krankenhaus Radstadt gebracht (Mehr Infos>>>). Das Rennen war dafür länger unterbrochen.
Die Vorarlbergerin hatte zunächst selbst in den Zielraum fahren wollen, beim Anschnallen der Skier aber gemerkt, dass es nicht geht. Hütter bangte mit ihrer Teamkollegin. "Hoffentlich ist es bei Magdalena nur eine Vorsichtsmaßnahme, dass sie sie durchchecken", meinte sie hinsichtlich des Abtransports.