Hütter: "Mich hat fast der Schlag getroffen"
Auch im zweiten Super-G in Soldeu bleiben die ÖSV-Frauen weit hinter den Erwartungen zurück. Der hohe Rückstand wirft bei den Athletinnen Fragen auf.
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Cornelia Hütter ging am Sonntag beim Weltcup-Super-G in Soldeu direkt nach der späteren Siegerin Sofia Goggia aus dem Starthaus, war aber bereits im erste Sektor über eine halbe Sekunde langsamer und blickte im Ziel letztlich einem Rückstand von 2,28 Sekunden entgegen.
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"Als ich im Ziel abgeschwungen habe, hat mich fast der Schlag getroffen, weil es schwer zu sagen ist, wo die viele Zeit geblieben ist", wundert sich Hütter im ORF-Interview.
Die 33-jährige Steirerin hatte im Vorfeld des Rennwochenendes in Soldeu mit einer Krankheit zu kämpfen. Das machte sich auch am Sonntag bermerkbar.
Hütter "vielleicht in Schönheit gestorben"
"Obwohl ich heute nicht mit hundertprozentiger Energie an den Start gegangen bin, habe ich es trotzdem geschafft mich am Start zusammenzureißen und habe probiert zu attackieren. Eigentlich war ich auf der Linie, bin aber vielleicht in Schönheit gestorben", sucht Hütter nach dem Rennen einen Grund für den Rückstand.
"Es heißt analysieren, aber nicht jetzt, da sind viel zu viele Emotionen im Spiel. Schnellschüsse bringen nichts", so Hütter.
Auch Rädler war nach dem Abschwingen überrascht: "Das tut sehr weh. Da sind ein paar Fragezeichen im Kopf."
Ortlieb: "Ich bin sehr zufrieden"
Anders die Lage bei Nina Ortlieb. Sie schied am Vortag neben vielen weiteren Läuferinnen auf dem ähnlich gesteckten Lauf noch nach sechs Toren aus, am Sonntag ist sie als beste Österreicherin auf Platz neun (+1,43) zu finden.
"Ich bin zufrieden. Gestern war der Ausfall nach dem sechsten Tor und ich habe ein paar Schmerzen am Schuhrand vom Sturz auch davongetragen. Es war ein schwieriger Tag, auch mit der Verletzung von Ricarda, das lässt mich nicht kalt", sagt die Vorarlbergerin, die erst mit Startnummer 25 ins Rennen gegangen war.
"Dass ich heute mutig geblieben bin und meinen Plan durchgezogen habe, macht mich stolz. Mit meiner Nummer ist der neunte Platz ein Erfolg."
Assinger: "Werden uns wieder aufrichten"
Fix ist aber auch, die Serie, in der keine Österreicherin im Super-G auf dem Weltcuppodest stand, verlängert sich damit auf zwölf.
"Der Super-G war heuer zäh. Bei einigen fehlt die Überzeugung. Ich glaube, dass wir das durch ein gutes Training wieder zurückkriegen. Aber wir werden uns wieder aufrichten und in San Pellegrino wieder angreifen", spricht ÖSV-Frauen-Cheftrainer Roland Assinger die nächste Station in Val di Fassa an.
"Für Nina war es ein sehr gutes Wochenende, damit kann man zufrieden sein. Sonst war es heute nicht zufriedenstellend, unsere Ziele sind weiter vorne. Ich glaube, dass der Sturz von Ricci heute vielen noch in den Knochen liegt", merkt er an.