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Schwarz patzt erneut im Finish: Wäre Medaille drin gewesen?

Schwarz patzt erneut im Finish: Wäre Medaille drin gewesen? Foto: © GEPA

Erstmals bei dieser WM geht Österreich leer aus. Die ÖSV-Männer bleiben im Super-G in Courchevel ohne Medaille. Ergebnis des Super-G >>>

Am nähesten dran an Edelmetall war letztlich Marco Schwarz. Der Kärntner war bei der letzten Zwischenzeit in Reichweite zu den Medaillen, ehe er wie schon im Kombi-Slalom kurz vor dem Ziel eine Schrecksekunde hatte und Sechster wurde.  

"Da fuchst es mich ein bisschen", muss Schwarz nach dem neuerlichen Patzer im Finish zu geben. "Ich habe versucht zu attackieren, bis zur letzten Welle war es eine sehr gute Fahrt. Da hat es mich ein bisserl verdreht und in der Kompression hinten reingedruckt. Ich habe eigentlich noch eine brutale Fett'n gehabt, dass ich es gestanden bin und gesund im Ziel bin. Es hätte blöder ausgehen können."

"Da ist mir das Herz stehengeblieben. Ich habe gedacht, da gibt es einen grausigen Crash", sagt ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer. "Von dem her müssen wir eh froh sein, dass es so ausgegangen ist."

Schwarz: "Es wäre mehr möglich gewesen"

Ohne den Fehler hätte es noch viel besser ausgehen können, eine Medaille wäre in Reichweite gewesen. "Ich glaube, dass mehr möglich gewesen wäre", sagt der Kombi-Vizeweltmeister, der aber kein "Was wäre, wenn"-Spielchen spielen wollte.

"Ich bin sehr froh, dass ich wieder so attackiert habe wie im Kombi-Super-G. Ich kann mir nichts vorwerfen. Wenn man um eine Medaille mitfahren will, muss man alles riskieren", sagt Schwarz, der sich immerhin über sein bestes Super-G-Ergebnis freuen darf.

Noch vor Schwarz auf Platz landete Raphael Haaser. Der Bronzemedaillen-Gewinner der Kombination spricht von einer "ansprechenden Fahrt". "Damit kann ich zufrieden sein. Top Fünf muss man erst mal fahren."

Aufgrund der kurzen Laufzeit – die Siegerzeit von James Crawford betrug 1:07,22 Minuten – seien keine Fehler erlaubt gewesen. "Wenn man da einen Fehler macht ist es relativ schwer, das wieder gutzumachen", gibt Haaser zu bedenken.

Kriechmayr: "Da brauchst du mit einer Medaille nicht rechnen"

Entthront wurde Vincent Kriechmayr. Der Doppel-Weltmeister von 2021 landete letztlich auf Platz zwölf.

"Ich wusste, es wird eine enge Partie. Herunten habe ich ein bissl zu viel Risiko genommen, vielleicht hätte ich eine Spur taktischer fahren müssen", sagt Kriechmayr. "So kannst du nicht vorne reinfahren, da brauchst du mit einer Medaille nicht rechnen."

Für Kriechmayrs oberösterreichischen Landsmann Daniel Hemetsberger lief es bei seinem WM-Debüt nicht viel besser, er belegte Rang 14.

Hemetsberger gibt zu, etwas mit den Nerven gekämpft zu haben. "Ich war vor dem Start schon sehr nervös. Es war mein erstes WM-Rennen, ich habe sicher ein bisserl Lehrgeld gezahlt."

Der fünfte Österreicher im Bunde, Stefan Babinsky, war "viel zu ungeduldig" unterwegs und wurde 15.

"Ich finde es schon schade. Die drei aussichtsreichsten Kandidaten - Kriechmayr, Haaser und Schwarz - haben Fehler gemacht. Wir haben uns nicht belohnt. Die Medaillen waren sicher in Griffweite", bilanziert Pfeifer. 

Medaillenspiegel der Ski-WM >>>

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