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ÖSV-Sportdirektor fordert Skihalle in Österreich: "Alternativlos"

Der 49-Jährige will damit unabhängiger von Gletschern und Klima sein. Derzeit bereiten sich Teile des ÖSV-Teams in Chile auf die neue Saison vor.

ÖSV-Sportdirektor fordert Skihalle in Österreich: "Alternativlos" Foto: © GEPA
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Während die ersten ÖSV-Weltcup-Asse in diesen Tagen bereits für die Saisonvorbereitung nach Chile gereist sind, ist in Österreich nach einer Rekord-Hitzewelle und einem außergewöhnlich heißen Sommer noch lange nicht an Skifahren zu denken.

Das will ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher allerdings ändern. Wie er gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" verrät, will er sich für den Bau einer Skihalle einsetzen.

"Wir brauchen in Österreich eine Skihalle für die nahe Zukunft. Wenn wir wollen, dass Skifahren ein Nationalsport bleibt und man im Spitzensport weiterhin erfolgreich sein will, dann ist das alternativlos. Da führt kein Weg daran vorbei", sagt der frühere Weltklasse-Kombinierer gegenüber der "TT".

Stecher nimmt Politik in die Pflicht

Der ÖSV ist derzeit auf Trainingsmöglichkeiten im Ausland angewiesen. Konkrete Pläne für eine Skihalle oder einen möglichen Standort in Österreich gibt es laut Stecher noch nicht.

Für Trainings unter Dach muss man etwa nach Wittenburg, Lettland oder Oslo ausweichen. Vor allem für den Nachwuchs und den Europacup spielen diese Möglichkeiten eine wichtige Rolle. Stecher nimmt bei seinem Vorhaben aber auch die Politik in die Pflicht.

"Der österreichische Skiverband kann das nicht alleine finanzieren. Ich weiß, dass es keine einfache Situation ist, dass man das seitens des Staates mitträgt. Aber es ist an der Zeit, dass man endlich einmal zum Sport steht und die Wertigkeit des Sports erkennt", so der 49-Jährige.

"Er ist extrem wichtig für die Gesundheit und für die Entwicklung. Da sollte man von der Regierung her endlich die nächsten Schritte setzen", ergänzt er.

Auch Mattenpisten eine Option

Auch die Abhängigkeit von den Gletschern bereitet Stecher Sorgen.

Durch die steigenden Temperaturen werden die Bedingungen für das Training schwieriger.

"Es wird uns vor Augen geführt, wie abhängig wir von unseren Gletschern sind. Es muss sich jetzt etwas in eine gewisse Richtung entwickeln", ergänzt der ÖSV-Sportdirektor.

Neben Skihallen sieht Stecher auch Mattenpisten als Möglichkeit, den Nachwuchs im Sommer auf das Skifahren vorzubereiten.

Auf einer solchen trainierte unter anderem der schottische Kitzbühel-Slalomsieger Dave Ryding.

"Mattenpisten sind gut, um den Nachwuchs auf das Skifahren vorzubereiten. Das ist nicht das Gleiche, wie im Winter zu fahren, aber es ist wichtig, dass du dabei und mit dem Gerät in Verbindung bleibst", sagt Stecher.

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