Danach war drei Wochen lang viel Ruhe und "ganz, ganz wenig Training" angesagt. Über den Auslöser kann Schwarz nur mutmaßen. Einerseits sagt er: "Ein Bandscheibenvorfall kommt nicht nur vom Skifahren. Jeder kennt Rückenschmerzen."
Andererseits könnte neben den üblichen beruflichen Abnützungserscheinungen just die Knie-Reha ein Grund dafür sein. "Wenn man über acht Monate bei gewissen Knie-und Alltagsübungen Ausweichbewegungen macht, dann geht das auf die anderen Strukturen."
Über intensive Belastungen als Alles-Fahrer hat er ebenfalls reflektiert. "Im Leben lernt man immer dazu. In gewissen Phasen den Fokus mehr auf die Regeneration zu legen, schadet sicher nicht", sagte der 29-Jährige.
"Man muss sicher gewisse Sachen hinterfragen." Letztendlich sei er immer bereit am Start gestanden, gerade im Comeback-Jahr wird das Pensum aber ein anderes sein. "Für die nähere Zukunft muss ich sicher ein wenig zurückschrauben."
"Nie in ein Loch gefallen"
Mental fühlt er sich bei all den Rückschlägen in seinem Umfeld gut aufgehoben. Aber "natürlich ist es ein sehr zaches Jahr. Nach sieben Monaten ein erstes Mal wieder auf Ski zu stehen, war ein irrsinnig cooles Gefühl. Ein paar Wochen später wieder unterm Messer zu liegen, war ein gscheiter Dämpfer." Bisher sei er "immer positiv geblieben und überraschenderweise nie in ein Loch gefallen".
Medienberichte, wonach Marcel Hirscher bei seinen Comeback-Vorbereitungen mit Problemen kämpfen soll, hat Schwarz mitbekommen.
"Marcel hat immer ein bisserl tiefgestapelt und war im Training nicht immer bei den Schnellsten dabei. Ich mache mir keine Sorgen, dass er bis zu den Rennstarts nicht in einer guten Form ist." Zu Fabelmeldungen über Marco Odermatt, der mit neuem Kondi-Trainer fitter denn je sein soll, sagte Schwarz: "Ich freue mich für jeden, dem es gut geht."