"Härteste Entscheidung": So begründet Schwarz sein Slalom-Aus
Marco Schwarz liebt den Slalom, lässt ihn ab der kommenden Saison aber bleiben. Warum der ÖSV-Star seine Karriere auf den kurzen Latten beendet und was nun sein Plan ist:
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von Daniela Kulovits
"Es war eine der härtesten Entscheidungen in meiner Karriere", sagt Marco Schwarz - und meint damit das Ende seiner Slalom-Karriere.
Der 31-jährige Kärntner wird den Slalom "ausklingen lassen" und in der kommenden Ski-Weltcup-Saison vorrangig im Riesentorlauf und Super-G sowie bei ausgewählten Abfahrten am Start stehen.
"Mit dem ganzen Drumherum, den Planungen und dem FIS-Kalender lassen sich vier Disziplinen nicht mehr vereinbaren", sagt Schwarz bei einem Medientermin am Dienstag in Wien. "Irgendwann muss ich regenerieren, jetzt bin ich auch schon über 30. Ich habe auch schon eine Verletzungs-Historie hinter mir, da muss ich einfach vernünftig sein."
Siege und Podestplätze statt Mittelmaß in vier Disziplinen
Er habe in den letzten ein, zwei Jahren gespürt, dass es mehr Sinn mache, sich auf drei Disziplinen zu konzentrieren "als in vier Disziplinen Mittelmaß zu sein".
"Ich will meine Kräfte so bündeln, dass ich Rennen gewinnen kann und ums Podium mitfahren kann. Da macht es einfach mehr Sinn, wenn ich den Hauptfokus auf Riesentorlauf und Super-G lege. Ich will in Zukunft dann auch Richtung Abfahrt gehen", erklärt Schwarz.
"Ich liebe den Slalom nach wie vor"
"Ich liebe den Slalom nach wie vor, es ist eine irrsinnig schöne Disziplin. Aber seit der letzten Verletzung hat es sich nicht mehr so entwickelt, wie ich das gerne gehabt hätte. Wenn ich den Schritt in den Slalom nochmal machen hätte wollen, hätte ich nochmal sehr viel Zeit investieren müssen. Da spüre ich einfach, dass ich noch so viel mehr Potenzial in den Speed-Disziplinen habe", so der ÖSV-Star.
Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt ließen sich um einiges besser verbinden als Slalom, Riesentorlauf und Super-G.
Komplett verbannen will der Gewinner der kleinen Kristallkugel 2020/21 den Slalom aber nicht. Schwarz will ab und zu weiter Slalom trainieren und kann sich vorstellen, nach der WM im Februar das eine oder andere Rennen - wie zum Beispiel beim Weltcup-Finale - zu bestreiten.
"Wenn es Sinn macht, es keine zusätzliche Belastung ist und ich keinem einen Platz wegnehme", sagt Schwarz.