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Schwarz bei Olympia-Abfahrt? Diese Tickets sind noch zu vergeben

Wer springt in Kitz noch auf den Olympia-Zug auf? Sowohl in der Abfahrt als auch im Slalom sind noch Tickets zu vergeben. In wie vielen Disziplinen startet Marco Schwarz?

Schwarz bei Olympia-Abfahrt? Diese Tickets sind noch zu vergeben Foto: © GEPA

Am kommenden Montag wird das österreichische Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina (ab 6. Februar) bekanntgegeben.

Heißt: Am Wochenende in Kitzbühel gibt es für die Wackelkandidaten die letzte Chance, noch auf den Olympia-Zug aufzuspringen.

In den Speed-Disziplinen gestaltet sich die Ausgangslage konträr.

Im Super-G gibt es mit Vincent Kriechmayr und Marco Schwarz bereits zwei Saisonsieger, Raphael Haaser fuhr zwei Mal aufs Podest, Stefan Babinsky ein Mal. Dieses Quartett wird wohl auch bei Olympia an den Start gehen.

In der Abfahrt gab es in bisher vier Saisonrennen erst einen ÖSV-Podestplatz, durch Vincent Kriechmayr zuletzt in Wengen (2.).

Neben Kriechmayr ist in Abwesenheit des verletzten Stefan Eichberger wohl auch Daniel Hemetsberger gesetzt. Gute Chancen auf die übrigen beiden Plätze haben Raphael Haaser und Stefan Babinsky.

Athlet

Beaver Creek

Gröden 1

Gröden 2

Wengen

Vincent Kriechmayr

5.

24.

13.

2.

Daniel Hemetsberger

25.

16.

19.

8.

Stefan Babinsky

18.

14.

48.

33.

Raphael Haaser

19.

43.

-

19.

Adreas Ploier

41.

-

11.

25.

Stefan Rieser

17.

-

22.

35.

"Gott sei Dank haben wir Leistungsträger, die mehrere Disziplinen abdecken", sagt ÖSV-Männer-Cheftrainer Marko Pfeifer.

Anders als im Weltcup gibt es pro Olympia-Rennen maximal vier Starterinnen und Starter. Das Maximalaufgebot pro Geschlecht liegt bei elf Athlet:innen.

Schwarz bei Olympia-Abfahrt? "Macht aus jetziger Sicht keinen Sinn"

Eine weitere Option für die Abfahrt wäre zumindest theoretisch Marco Schwarz. Der Kärntner würde allerdings ohne Weltcup-Einsatz in der schnellsten Disziplin bei Olympia antreten.

Schwarz selbst erteilte dieser Möglichkeit in Kitzbühel keine Absage. Er habe vor, auch in Bormio zumindest einmal die Abfahrts-Trainings zu bestreiten.

Cheftrainer Pfeifer sieht Schwarz' Chancen auf einen Renneinsatz jedoch gering: "Es ist ein brutaler Energieaufwand, die Trainings zu fahren. Dann wirst du vielleicht Fünfter, Sechster, Siebenter - eine super Leistung - aber dann kommen noch vier Rennen, wo er eine Medaille machen kann. Das macht aus jetziger Sicht keinen Sinn", so Pfeifer. Nachsatz: "Außer er fährt zweimal (Trainings)Bestzeit."

Für ÖSV-Alpin-Chef Christian Mitter ist klar: "Prinzipiell sollte man schon im Weltcup angetreten sein."

Wer startet im Slalom?

Das Sorgenkind im Olympia-Winter ist der Slalom. Erst ein Top-5-Ergebnis durch Manuel Feller in Adelboden steht bisher zu Buche. Der Tiroler ist für den Olympia-Slalom gesetzt.

Auch Michael Matt dürfte mit dem siebenten Platz zuletzt in Wengen sein Ticket für Italien gelöst haben. Er ist als Zwölfter aktuell bester Österreicher im Slalom-Weltcup.

Marco Schwarz tut sich nach seiner Verletzung im Slalom noch schwer, es fehlt die Konstanz. Platz acht in Val d’Isere ist bisher sein bestes Ergebnis in diesem Winter. Da der Kärntner jedoch im Super-G und Riesentorlauf gesetzt ist, stehen auch die Chancen auf einen Slalom-Start gut.

Fünf weitere Kandidaten können am Sonntag am Ganslernhang in Kitzbühel noch ihre Visitenkarte abgeben:

Bei Fabio Gstrein, Österreichs bester Slalom-Läufer der vergangenen Saison, läuft es ausgerechnet im Slalom-Monat Jänner bisher gar nicht. Sein bestes Saisonergebnis: Ein 10. Platz.

Der Olympia-Silberne im Slalom von 2022, Johannes Strolz, sucht auch in diesem Winter nach seiner Topform. Mehr als ein 17. Platz war bisher nicht drin.

Dominik Raschner konnte in sieben Rennen nur zwei Mal anschreiben: Er hat die Ränge sechs und 14 am Konto. Bei Joshua Sturm sind es die Plätze 16 und 20.

Adrian Pertl sah bei bisher fünf Starts nur ein Mal das Ziel - zuletzt in Wengen mit Rang 14.

Athlet

Levi

Gurgl

Val d'Isere

Alta Badia

Madonna

Adelboden

Wengen

Michael Matt

9.

DNQ

15.

12.

12.

18.

7.

Manuel Feller

11.

27.

DNF1

11.

DNF2

5.

11.

Gabio Gstrein

10.

16.

15.

13.

DNF1

DNQ

20.

Marco Schwarz

19.

21.

8.

DSQ2

DNQ

16.

-

Dominik Raschner

DNQ

6.

DNF1

DNQ

DNF1

14.

DNF1

Johannes Strolz

24.

24.

23.

DSQ

17.

DNF1

28.

Joshua Sturm

DNQ

DNQ

DNF1

20.

DNF1

DNF1

16.

Adrian Pertl

DNQ

DNQ

DNS1

-

-

DNQ

14.

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