"Es taugt mir, zwischen den Disziplinen zu wechseln und die Abwechslung zu haben. Nur eine Disziplin zu fahren wäre für mich das Schlimmste."
Das weckte beim eigentlichen Technik-Ass Lust auf mehr. "Wir haben das Projekt letztes Jahr begonnen und es hat sehr gut funktioniert." So gut, dass Schwarz in dieser Saison so viele Speed-Rennen wie möglich bestreiten will.
Denn die Transformation vom Technik-Spezialisten zum Allrounder sieht der Kärntner noch nicht abgeschlossen. "Im Speed-Bereich kann ich sicher noch einiges dazulernen. Da braucht man einfach die Kilometer und die Erfahrung über die Jahre."
Der Mehraufwand in den schnellen Disziplinen soll aber möglichst nicht zulasten des Slaloms gehen. "Das macht mir nach wie vor viel Spaß, den Slalom werde ich sicher nicht beiseite legen", stellt Schwarz klar. "Es taugt mir, zwischen den Disziplinen zu wechseln und die Abwechslung zu haben. Nur eine Disziplin zu fahren wäre für mich das Schlimmste."
Nur nicht sinnlos abschießen
Wohlwissend, dass er damit ein Mammutprogramm vor sich hat. Das zudem Fragezeichen mit sich bringt.
"Die größte Unsicherheit ist das viele Reisen, wie ich das managen werde", sagt Schwarz. Gemeinsam mit seinen Trainern müsse ein "guter Weg gefunden werden, damit sich alles ausgeht und ich mich nicht sinnlos abschieße". Bei einem derart dichten Programm über die lange Saison hinweg werden die Physiotherapeuten schnell zu den besten Freunden.
Die körperlichen Grundlagen für den anstehenden Winter hat Schwarz längst gelegt. Das Schuften im Sommer macht dem ÖSV-Ass nichts aus.
"Mir hat es schon immer getaugt, viel zu trainieren, viel Skizufahren. Das kommt mir jetzt, glaube ich, zugute."
Neben der körperlichen Fitness wird auch die mentale im Laufe des Winters eine große Rolle spielen. "Das ist vor allem im Speed-Bereich wichtig. Solange ich mich gut fühle, sowohl körperlich als ach mental, will ich alle Rennen bestreiten", sagt Schwarz.
Schließlich will sich der Slalom-Beste der Saison 2020/21 in allen Disziplinen in der Spitze etablieren. Auf Kampfansagen in puncto Gesamtweltcup an Marco Odermatt verzichtet Schwarz jedoch.
"Wichtig sind die Big Points. Alles andere muss sich ergeben."