Skurrile Causa! Olympiasieger wechselt Sportart
Ein junger Norweger wechselt - nach einem kuriosen Hin und her - die Sportart.
Einar Hedegart wechselt vom Langlauf in den Biathlon-Weltcup.
Wie seit vergangener Woche feststeht, wird der 24-jährige Norweger ab kommender Saison als Skijäger auf Punktejagd gehen.
Hedegart gehört zur Langlauf-Weltspitze, ist zweifacher Olympiasieger (Team-Sprint und Staffel in Mailand/Cortina) und einfacher Bronze-Gewinner (10 Kilometer Freistil).
Der Entscheidung ging allerdings eine kuriose Causa zuvor.
"Als hätte ich mit jemandem Schluss gemacht"
Auch im Biathlon ließ das Multitalent seine Qualitäten in der Vergangenheit bereits aufblitzen. Vor einigen Jahren wurde er Junioren-Weltmeister, 2023 debütierte er im Weltcup und lief gleich in die Punkteränge.
Klar, dass ihn der norwegische Verband schon länger für den Weltcup-Kader gewinnen wollte. Der Beginn eines öffentlichen Hin und her.
Anfang vergangener Woche sagte Hedegart aber ab. Er soll mit dem Angebot der Biathleten nicht einverstanden gewesen sein.
Offenbar wurde ihm kein Platz im Elite-Kader garantiert, stattdessen hätte er sich aus der zweiten Reihe nach vorne kämpfen müssen.
"Es fühlt sich an, als hätte ich mit jemandem Schluss gemacht“, sagte Hedegart gegenüber dem norwegischen Nachrichtenportal "VG".
Kehrtwende nach 48 Stunden
Nur rund 48 Stunden später dann die Kehrtwende: Norwegens Biathlonverband verkündete offiziell, dass Hedegart ab der kommenden Saison doch Teil des Weltcup-Kalenders sein wird.
Wie es zu dem Sinneswandel kam, gab Hedegart in der daraufhin veröffentlichten Pressemitteilung nicht preis: "Nachdem ich die Gelegenheit hatte, etwas gründlicher darüber nachzudenken und wir die wichtigsten Punkte meines Plans geklärt haben, fühlt es sich richtig an, meinen Traum vom Biathlon weiter zu verfolgen."
Offenbar dürfte der Verband die eine oder andere Anpassung am Angebot vorgenommen haben.
"Ich habe das Gefühl, ein Angebot bekommen zu haben, das mir das gibt, was ich brauche, um mich weiterzuentwickeln", sagt Hedegart weiter.