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Starke Trainingszeiten machen Janine Flock Mut

Im Jänner wurde die Skeletonpilotin aus Tirol von einer Gehirnerschütterung gebremst. Nun will sie bei Olympia ihr fehlendes Edelmetall holen.

Starke Trainingszeiten machen Janine Flock Mut Foto: © GETTY

Janine Flock unternimmt am Freitag (16.00 Uhr) und Samstag (18.00 Uhr) in Cortina den vierten Versuch, eine Olympiamedaille im Skeleton zu gewinnen.

Mit Platz neun 2014, vier 2018 und zehn 2022 hat die 36-jährige Tirolerin bisher angeschrieben. Den bittersten Moment erlebte sie vor acht Jahren in Pyeongchang, als sie nach drei Läufen in Führung gelegen war, den vierten verpatzte und um zwei Hundertstel auch an Bronze vorbeischrammte.

Sie habe im Training aber ein paar Läufe gebraucht, die Bausteine zusammenzusetzen und sich die Linie zu erarbeiten, erzählte Flock über die neue olympische Bahn. Als sie begann, auf ihr Gefühl zu hören, machte es "Klick" und der "Spaß" stellte sich ein.

In den sechs Trainingsläufen war sie je einmal Erste, Zweite, Dritte. Die Britinnen Tabitha Stoecker und Freya Tarbit, die Deutsche Jacqueline Pfeifer und die belgische Weltcup-Gesamtsiegerin Kim Meylemans, die im Training wohl noch nicht alle Karten aufdeckte, zählen wie Flock zu den Medaillenanwärterinnen.

Gehirnerschütterung ausgeheilt

In diesem Winter gewann Flock zwei Weltcuprennen und hält nun bei insgesamt 15, wurde einmal Dritte und zweimal Vierte. Doch dann kam Anfang Jänner die Station in St. Moritz und ein Rückschlag, Flock erlitt im Training für die EM eine Gehirnerschütterung, musste das Weltcupfinale und die Chance auf den erneuten Gewinn der Gesamtwertung auslassen.

Die Verletzung ist ausgeheilt, die Athletin bereit. Vorbereitet sei man auf die Rennzeiten, die Temperaturen. Da gelte es, die richtige Abstimmung zu finden.

"Sind ganz gut aufgestellt"

"Wir sind ganz gut aufgestellt", versicherte Flock. Ihr Lebensgefährte Matthias Guggenberger, Cheftrainer des erfolgreichen britischen Teams, kümmert sich wie auch für Samuel Maier um Flocks Material.

Flock und Maier sind Trainingspartner, davon profitieren beide. "Wir haben eine ähnliche Herangehensweise, sonst würde es nicht so funktionieren. Wir sind ziemlich auf Augenhöhe, tauschen uns aus und er kann auch zuhören", sagte Flock.

Einen Extrakick erhofft sie sich von den vielen Fans, die zum Anfeuern kommen werden. "Wir fühlen uns alle wohl hier, umgeben von den Bergen, es gibt nix Besseres für uns."

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