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Svancer - Vom einsamen Goldfisch in Peking zum Hai in Livigno

Die große Bühne bei den Olympischen Spielen 2022 wurde für den damals 17-Jährigen zum "Schockmoment". Mittlerweile fühlt der Medaillenfavorit sich deutlich besser vorbereitet.

Svancer - Vom einsamen Goldfisch in Peking zum Hai in Livigno Foto: © GEPA

"Ich kam mir vor wie ein kleiner Fisch im großen Glas, der von allen beobachtet wird", so zitiert Matej Svancer einen Sportpsychologen auf die Frage über seine Gefühlslage nach den Olympischen Spielen 2022.

Der damals 17-Jährige gab während Corona in Peking sein Olympia-Debüt. Das Rampenlicht war auf ihn gerichtet. Den Augenblick beschreibt er aus heutiger Sicht als "ein Schockmoment".

Im Big Air ging Svancer als Mitfavorit an den Start, scheiterte allerdings an der Qualifikation für das Finale. Im Slopestyle lief es deutlich besser, dort erreichte er den achten Platz. Den Medaillentraum konnte er sich dennoch nicht erfüllen.

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Bei den Olympischen Spielen 2026 will Svancer nach seiner ersten Medaille greifen
Foto: ©GEPA

Austragungsort und Erfahrung sollen zum Erfolg führen

Mittlerweile sind vier Jahre vergangen, der 21-Jährige hat viele Erfahrungen gesammelt und fühlt sich nun deutlich besser auf den wichtigen Tag und die große Bühne vorbereitet.

Auf die Frage, was sich an seiner Gefühlslage verändert hätte, antwortet der in Prag geborene Pinzgauer scherzhaft, er fühle sich nun wie "ein großer Hai in einem kleinen Aquarium".

Dazu ergänzt der Gesamtweltcupsieger der Park & Pipe-Wertung von 2024/2025 gegenüber LAOLA1: "Dieses Jahr fühlt es sich definitiv anders an als vor vier Jahren und ich fühle mich nicht wie ein einsamer Goldfisch in einem Aquarium."

Livigno als Austragungsort kommt Svancer zugute. Nicht nur an "den Tankkosten" könne man sparen, auch der Jetlag werde damit hinfällig. Dass der Wettkampfort lediglich rund drei Stunden von Innsbruck entfernt sei passe ihm perfekt. Auf die italienische Pizza freue er sich am meisten.

Dieses Jahr fühlt es sich definitiv anders an als vor vier Jahren und ich fühle mich nicht wie ein einsamer Goldfisch in einem Aquarium.

Matej Svancer über seine Gefühlslage vor den Olympischen Spielen

Bisher entspanntere Saison als letztes Jahr

Der Ski Freestyler hatte zuletzt immer wieder mit Fersenproblemen zu kämpfen. Auch die WM im letzten Jahr verpasste er.

Vor den Spielen geht es ihm "gesundheitlich ganz gut, nach wie vor spüre ich manchmal die Ferse etwas, aber es ist definitiv besser als es am Anfang der Saison war", erklärt der zweimalige Junioren-Weltmeister.

Nachdem die letzte Saison geprägt von vielen Wettkämpfen rund um die Welt und dadurch vielen Reisen war, beschreibt Svancer diesen Winter bisher als "ein bisschen entspannter". Der 21-Jährige ging an zwei Wettkampf-Austragungsorten an den Start.

Zwei Wettkämpfe, zwei Podestplätze

Er stand bereits im Dezember in Bejing beim Freeski Big Air als Dritter am Podest. Im schweizerischen Laax folgte ein zweiter Rang im Slopestyle, wo er für einen spektakulären Moment sorgte.

Kurz nach dem Absprung ging Svancer bei einer Drehung die Bindung eines Ski auf, er landete sehenswert, Punkte gab es für den Versuch nicht.

Dennoch durfte er, nachdem er bei jedem Wettkampf bei dem er am Start war auch am Podest stand, mit Selbstvertrauen nach Italien anreisen.

Gelungener Start im Slopestyle

Bereits am vergangenen Samstag stand für den Goldmedaillengewinner bei den Olympischen Jugend-Winterspielen von 2020 die Qualifikation für das Slopestyle-Finale und damit der erste Auftritt bei dem Großereignis am Programm.

Dieser gelang ihm sehr gut. Nur 0,2 Punkte lag er hinter dem drittplatzierten Jesper Tjader (SWE). Mehr dazu >>>

Das Finale, bei dem der 21-Jährige sich Hoffnungen auf eine Medaille machen darf, steigt am Dienstag (ab 12:30 Uhr).

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