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Olympia-Kosten auf 1,44 Milliarden Euro gestiegen

CEO Andrea Varnier berichtet von einem beschwerlichen Weg unter hohem Kosten- und Zeitdruck. Das Organisationskomitee habe unter "Notfallbedingungen" arbeiten müssen.

Olympia-Kosten auf 1,44 Milliarden Euro gestiegen Foto: © GETTY

Die Veranstaltungskosten der Olympischen Spiele in Mailand/Cortina sind von ursprünglich veranschlagten 1,1 auf 1,44 Milliarden Euro angestiegen. Hinzu kommen 2,96 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern für Infrastruktur, auch diese Kosten fielen höher aus als geplant.

Andrea Varnier, CEO der Winterspiele, berichtete am Dienstag von einem beschwerlichen Projekt, das unter hohem Zeitdruck stand und mit großen finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hatte.

"Dieser Weg hat sich als noch beschwerlicher erwiesen als ursprünglich angenommen, mit Herausforderungen und Schwierigkeiten, einige erwartet, andere unerwartet und wahrscheinlich unnötig. Die finanzielle Situation unseres Organisationskomitees war über die Jahre hinweg äußerst schwierig", sagte Varnier am Dienstag und bekannte: "Wir müssen anerkennen, dass die Spiele mehr gekostet haben als ursprünglich im Bewerbungsbudget vorgesehen."

Olympia-Vorbereitungen unter "Notfallbedingungen"

Man habe unter sehr hohem Druck von allen Seiten gestanden. "Es gibt Momente, in denen ein Organisationskomitee unter Notfallbedingungen arbeiten muss, und die Spiele in Mailand/Cortina waren definitiv einer dieser Fälle", sagte Varnier. Deshalb habe man auch Kompromisse machen müssen. "Sie werden bei diesen Spielen nicht alles finden, was sie vielleicht erwartet haben oder was wir uns ursprünglich gewünscht haben."

Der erst nach einigen Diskussionen um eine Austragung im Ausland neu gebaute Eiskanal in Cortina d'Ampezzo und die Eishockey-Halle in Mailand seien erst auf den letzten Drücker fertig geworden. "Beide wurden dem Organisationskomitee buchstäblich in letzter Minute, unter Einhaltung aller Fristen, übergeben", sagte Varnier und ergänzte: "Dennoch werden beide Anlagen für die Spiele herausragend sein, und wir hoffen, dass sie den Gemeinden als bleibendes Vermächtnis erhalten bleiben."

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