Ski-Hero Eileen Gu: Bilder zwischen Ski-Gold & Glamour
ÖSV-Ass Lara Wolf: "Frage mich, wie sie das mental macht"
Im Weltcup tritt Gu nur sporadisch auf. Zuletzt musste sie in Laax antreten, um sich überhaupt für den olympischen Slopestyle-Bewerb zu qualifizieren. "Den hat sie schnell gewonnen", berichtete Lara Wolf, Österreichs Solokämpferin bei den Freeski-Frauen.
"Oft frage ich mich schon, wie sie das mental macht, und welche Strategien sie hat. Sie ist im Kopf einfach unfassbar stark und zeigt Tricks, für die man viel Überwindung braucht."
Diskussion um Nationenwechsel
Dass sich die gebürtige Kalifornierin nach ihrer Ausbildung in den USA im Jahr 2019 für ein Antreten für China entschied, sorgte für Diskussionen, die auch Jahre danach anhalten. Gu selbst gab stets an, sich als Vermittlerin zwischen den beiden sich wenig wohlgesinnten Großmächten zu sehen.
"Niemand kann leugnen, dass ich Amerikanerin bin. Niemand kann leugnen, dass ich Chinesin bin", sagte sie 2022. Oder auch: "In den USA bin ich Amerikanerin, in China bin ich Chinesin."
Um ihren Nationenstatus herrscht Rätselraten. Doppelstaatsbürgerschaften sind in China offiziell nicht zulässig. Ob sie jemals ihre US-Staatsbürgerschaft zurückgelegt hat, darauf ist Gu nie richtig eingegangen.
"Es ist bedauerlich, dass die Leute mehr auf meine Nationalität fixiert sind als auf meine Leistung", gab sie zu Protokoll.
In Livigno angekommen, schrieb sie, dass ihre Mission immer die gleiche bleibe. Sie wolle mehr junge Menschen (insbesondere Mädchen) für das Freeskiing begeistern, den Frauen-Skisport fördern und ihn auf der Weltbühne würdig vertreten.