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DSV-Adler nach Abbruch entsetzt: "Das ist unfair!"

Der Skisprung-Chef der Deutschen übt Kritik am Management. Die DSV-Adler wären um eine Medaille gesprungen, verpassen sie am Ende nur knapp.

DSV-Adler nach Abbruch entsetzt: "Das ist unfair!" Foto: © GEPA

Ein versöhnliches Ende nahmen die Olympischen Winterspiele für die ÖSV-Adler. Nachdem man im Einzel leer ausging, konnten sich Jan Hörl und Stephan Embacher die Goldmedaille im Superteambwerb sichern ("Davon träumst du als kleines Kind" - ÖSV-Adler jubeln über Gold >>>).

Der Bewerb konnte allerdings nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden. Schneefall machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung, mitten im 3. Durchgang wurde unterbrochen, die ersten beiden Sprünge wurden gewertet.

Österreich profitierte, sicherte sich damit fix Gold. Frust gab es hingegen bei den Deutschen. Philipp Raimund und Andreas Wellinger lagen zum Zeitpunkt des Abbruchs nur 0,3 Punkte hinter den Top drei, hatten noch alle Karten im Kampf um Edelmetall.

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Sportdirektor kritisiert Wettkampfmanagement

"Klar, 20 Sekunden Rot - drei, vier Gates runter. Es hat bei Domen schon ewig gebraucht, als es angefangen hat zu schneien. Die Windbläser waren ready, dann wurde sechsmal hin- und hergesprungen mit dem Gate. Sie haben es nicht auf die Reihe bekommen, dass die Information klar nach oben kam. Da war ein bissl Verwirrung oben, das war der Auslöser. Letztendlich ist es blöd gelaufen", berichtet Raimund von einem chaotischen Ende des Bewerbs gegenüber "Eurosport".

DSV-Sportdirektor Host Hüttel zeigt sich über die Entscheidung abzubrechen, empört: "Ich bin wütend, weil man uns gefühlt etwas genommen hat. Es war unglücklich, es war schwierig und auch nicht einfach, eine Entscheidung zu treffen. Es wurden hier im Vorfeld drei Apps an alle Teams verteilt - bei allen hat es ganz klar angezeigt, dass nach zehn bis 15 Minuten der Schneefall aufhört. Wie jetzt! Aber das war irgendwie total egal. Das muss man uns erstmal erklären."

Der Funktionär hätte sich die Besonnenheit gewünscht, noch zehn Minuten zu warten. "Wenn man um 0,3 Punkte an einer Medaille vorbeischrammt - das ist Sport. Aber wie es zustande gekommen ist, das ist einfach nicht fair. Das ist einfach schlechtes Wettkampfmanagement. Da muss ich schauen, dass es für alle fair bleibt und das dann auslotet, besonders, wenn man weiß, man ist nur alle vier Jahre hier", so Hüttel.

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