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Kriechmayr: "Die Leute haben sich den Allerwertesten aufgerissen"

Österreichs Abfahrer gehen bei Olympia leer aus. Für Vincent Kriechmayr wäre alles angerichtet gewesen - warum es dennoch nicht mit einer Medaille geklappt hat.

Kriechmayr: "Die Leute haben sich den Allerwertesten aufgerissen" Foto: © GEPA

Keine Medaille für Österreichs Abfahrer bei Olympia!

Vincent Kriechmayr muss sich auf der Stelvio mit Rang sechs zufriedengeben, Daniel Hemetsberger wird Siebenter. Raphael Haaser und Stefan Babinsky schaffen es nicht in die Top Ten.

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Dieses Ergebnis spiegelt die bisherige Saison der rot-weiß-roten Abfahrer wider. Bis auf Kriechmayr, der in Wengen Zweiter war, hat es in diesem Winter noch kein Österreicher aufs Podest geschafft.

Die ÖSV-Abfahrer waren im Vorfeld Außenseiter und konnten nicht überraschen.

Kriechmayr: "Es erlaubt keine Fehler mehr"

Kriechmayr war im oberen Teil gut dabei, seine Zeit verlor er im Mittelteil.

"In der Traverse bin ich zu tief geworden. Dann fehlt dir im Mittelteil die Geschwindigkeit, und ich krieg' in dem Teil sechs Zehntel. Unten hat es mich noch ein bisschen reingedrückt", analysierte der Oberösterreicher im ORF-Interview.

27 Hundertstel fehlten Kriechmayr letztlich aufs Podest. "Vom Speed her hätte ich durchaus mitkämpfen können. Es erlaubt keine Fehler mehr."

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Schlussendlich sei es einfach "zu wenig" gewesen. "Es hätte alles gepasst, die Leute haben sich im Hintergrund den Allerwertesten aufgerissen. Man muss es halt auch auf den Punkt bringen, und das ist mir bei der einen Kurve nicht gelungen."

Damit muss Kriechmayr weiter auf seine erste Olympia-Medaille warten. 2018 und 2022 war er in den Abfahrten Siebenter bzw. Achter. "Ich hätte nur besser fahren müssen, dann würde ich jetzt lachen."

Hemetsberger: "Ich hatte meinen Olympia-Moment"

Kriechmayrs oberösterreichischer Landsmann Hemetsberger schmiss sich nach seinem kapitalen Sturz im Training am Donnerstag mit leicht zugeschwollenem Auge die Stelvio runter.

"Man muss realistisch sein, nach dem, was davor passiert ist", sagt der 34-Jährige. "Ich für mich bin sehr zufrieden. Ich habe alles reingehaut, ich war sehr am Limit", so Hemetsberger. "Daheim werde ich sehen, dass das noch viel mehr wert war. Ich hatte meinen Olympia-Moment."

Kriechmayrs und Hemetsbergers übrige beide Landsleute im vierköpfigen ÖOC-Angebot kamen mit Startnummern jenseits der 20 nicht an die Top Ten heran. Raphael Haaser reihte sich auf Platz 15 ein, Stefan Babinsky nur auf Position 26.

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