Wenn ich ohne Medaille heim fahre, ist es für mich eine Riesenenttäuschung.
In der unmittelbaren Vorbereitung auf den Olympia-Riesentorlauf habe sie den Fokus aufs Gefühl gelegt, berichtet Scheib. "Ich habe geschaut, dass keine Hektik ausbricht."
Das ist bisher gut gelungen. Sie fühle sich noch entspannt, sagt die Gewinnerin von vier Weltcup-Rennen.
"Aber das wird natürlich noch kommen, da werde ich ordentlichen Druck verspüren. Ich kann es auch gar nicht einschätzen, wie ich dann reagieren werde. Ich hoffe, da gibt es keinen argen Schwenker", sei es doch etwas anderes als ein normales Weltcup-Rennen.
"Olympia war nie so präsent"
Es sind für Scheib nämlich die ersten Olympischen Spiele.
"Natürlich ist es was anderes, es ist was Großes, das spürt man schon. Es ist ein besonderes Event, das erlebt man nicht so oft im Leben und das schätze ich schon sehr. Die Vorfreude ist schon riesig", sagt die 27-Jährige.
Am Freitag spazierte Scheib nach ihrer Ankunft tags zuvor durch den Ortskern von Cortina, um Olympia-Luft zu schnuppern. "Ganz aus dem Häusl bin ich jetzt nicht", gibt die Steirerin mit einem Grinsen zu.
Ist Olympia für viele ihrer Sportler-Kolleg:innen ein Kindheitstraum, war es für Scheib nie das ganz große Ziel.
"Bei mir sind eher immer die nächsten Schritte im Kopf: Das erste Podium, der erste Weltcup-Sieg, und natürlich für mich das Größte, die Kugel. Da war Olympia eigentlich gar nie so präsent."
Eine Medaille ist natürlich trotzdem das Ziel. "Wenn ich da ohne Medaille heim fahre, ist es für mich eine Riesenenttäuschung", stellt Scheib klar. Sie ist schließlich die große Favoritin…