IOC-Präsidentin "hat geschwärmt": Neue Hoffnung für Kombi-Zukunft
Die Nordische Kombination könnte 2030 aus dem Olympia-Programm gestrichen werden. Beim ersten Bewerb in Predazzo hat sich ein Hoffnungsschimmer aufgetan.
Ein Besuch von IOC-Präsidentin Kirsty Coventry nährte die Hoffnungen auf den Fortbestand der Nordischen Kombination im Olympia-Programm.
Die 42-jährige Britin war bei der ersten Medaillen-Entscheidung der Kombinierer in Predazzo am Dienstag im Langlaufstadion dabei.
"Sie hat geschwärmt, dass es super aufregend war. Dass wir es leicht aussehen haben lassen", erzählte Kombi-Star Vinzenz Geiger nach einem persönlichen Gespräch mit Coventry.
Der Deutsche sagte weiter: "Ihr haben die Zuschauer gefallen. Sie hat sehr positiv geklungen. Ich hoffe mal, dass es ein positives Zeichen für unseren Sport ist." Er nehme daraus ein "positives Gefühl mit", so Geiger.
Eliasch: "Höhepunkt der Spiele"
FIS-Präsident Johan Eliasch, der den Wettkampf an der Seite von Coventry verfolgt hatte, bezeichnete den ersten Bewerb als vollen Erfolg.
"Ich fand es fantastisch. Die Stimmung hier im Stadion war einfach großartig. Für mich persönlich war dies der Höhepunkt der Spiele, ich bin wirklich sehr zufrieden", meinte der Chef des internationalen Skiverbandes.
Coventry hätte "sehr begeistert" gewirkt. "Sie hat sehr aufmerksam und mit großem Interesse zugeschaut und ist mehrmals aufgestanden, um zu applaudieren. Ich glaube also, dass ihr gefallen hat, was sie gesehen hat", so Eliasch.
FIS-Boss will sich für Frauen und Kombination einsetzen
Die Nordische Kombination kämpft um ihre Zukunft. Noch ist unklar, ob die Sportart auch 2030 zum olympischen Programm zählen wird.
Im Mai entscheidet der IOC darüber, ob die Frauen aufgenommen werden - oder die Kombination, die seit der Premiere 1924 immer vertreten war, komplett gestrichen wird.
Er werde sich beim IOC weiter für die Kombination - und vor allem für die Frauen - einsetzen, versprach der FIS-Chef. "Es gibt kein Szenario, in dem Frauen nicht in der Nordischen Kombination antreten. Das ist, würde ich undenkbar", betonte Eliasch.
Coventrys Landsmann hätte "die Frauen sehr gerne hier gesehen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass diese Disziplin langfristig im Kalender bleibt", sagte er.