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Rodeln: Keine Olympia-Tickets für Gleirscher und Müller/Frauscher

Sie sind damit "Opfer" der großen teaminternen Konkurrenz.

Rodeln: Keine Olympia-Tickets für Gleirscher und Müller/Frauscher Foto: © GEPA

Rodel-Olympiasieger David Gleirscher sowie die Doppelsitzer Yannick Müller/Armin Frauscher müssen bei den Winterspielen von 6. bis 22. Februar in Mailand/Cortina d'Ampezzo zuschauen.

Aufgrund der starken ÖRV-Konkurrenz gingen der Sieger von 2018 sowie das Männer-Duo bei der Ticketvergabe leer aus, wie Rodel Austria am Dienstag bekanntgab. Den Zuschlag für die letzten freien Plätze erhielten Nico Gleirscher, Wolfgang Kindl sowie Thomas Steu/Kindl und Juri Gatt/Riccardo Schöpf.

Bei den Frauen dürfen neben Lisa Schulte wie erwartet Hannah Prock und Dorothea Schwarz zu den Spielen reisen. Schulte sowie Jonas Müller und die Doppelsitzer Selina Egle/Lara Kipp waren bereits vergangene Woche als Olympia-Starter bekanntgegeben worden. Damit wird der Rodelverband das Maximalkontingent von je drei Frauen und Männern in den Einzeln sowie zwei Männer-Doppelsitzern und eines Duos bei den Frauen dem Österreichischen Olympischen Komitee (ÖOC) zur Nominierung vorschlagen.

"Wir hatten eine intensive interne Qualifikation, wo aufgrund der Dichte und mannschaftlichen Stärke innerhalb unserer Truppe von knappen Entscheidungen auszugehen war. Natürlich gibt es enttäuschte Gesichter, aber es herrscht kein Neid, im Gegenteil. Trotz der großen sportlichen Konkurrenz hält das Team eisern zusammen, das macht uns aus, darauf sind wir stolz", sagte ÖRV-Cheftrainer Christian Eigentler.

Rodel-Asse Medaillenkandidaten in Cortina

Das schlagkräftige Rodelteam, das in diesem Winter mit zahlreichen Siegen und Podestplätzen überzeugt hatte, gilt in allen fünf olympischen Bewerben als Medaillenanwärter. Kindl hat bei seiner fünften Olympia-Teilnahme die Chance auf gleich drei Starts (Einzel, Doppel, Teambewerb). Debüts im Zeichen der Ringe feiern unterdessen Egle/Kipp - der Frauen-Doppelsitzer ist erstmals im olympischen Programm -, der dreifache Europameister Müller, Schwarz sowie Gatt/Schöpf.

Dass David Gleirscher sowie Müller/Frauscher nicht zum Zuge kommen könnten, hatte sich bereits abgezeichnet. Auch diese drei wären in Cortina für Medaillen gut gewesen. Dem Selektionsprozess zugrunde lagen die Ergebnisse der teaminternen Olympia-Qualifikation. Diese bestand aus den Weltcup- und EM-Rennen sowie dem Olympischen Test-Event auf der Olympiabahn in Cortina Anfang des Winters.

Für die ÖRV-Mannschaft geht es am Freitag und Samstag mit dem letzten Weltcupevent vor Olympia in Oberhof weiter. Dort wird auch erstmals eine Mixed-EM ausgetragen. Danach geht es in die Heimat, wo kommende Woche in Wien die Einkleidung für die Spiele stattfindet. Im Anschluss wollen sich die Rodler in St. Moritz den letzten olympischen Feinschliff verpassen. Ab 7. Februar geht es in der Bahn von Cortina um Edelmetall.

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