FIS plant neue Messmethoden gegen "Penis-Trick"
Skispringer könnten bei der Anzugvermessung gemogelt haben, jetzt greift der Weltverband durch:
Die Materialdiskussionen im Skispringen sind spätestens seit dem Manipulationsskandal um die Norweger bei der Nordischen Ski-WM 2025 allgegenwärtig.
Schon zu dieser Saison führte die FIS Änderungen bei den Anzügen und deren Kontrolle ein. So wurden die Springer vor dem Saisonstart mittels 3D-Scanner vermessen. Dennoch sind Schlupflöcher geblieben. Seit der Vierschanzentournee kursieren Gerüchte, wonach Skispringer ihren Penis aufspritzen lassen, um dadurch mehr Stoff zu haben.
Diese Problematik, auch wenn es für solche Tricks keine Beweise gibt, ist der FIS bekannt und sie möchte dagegen vorgehen.
Materialkontrolleur Mathias Hafele erklärt gegenüber der "Bild": "Wir favorisieren eine Knochenmessung, auch eine manuelle. Sprich, dass man ganz wie in alten Zeiten markante Körperpunkte festlegt, wie zum Beispiel der Hüftknochen, und dann mit einem Maßband arbeitet. Auch eine Messung an der Außenseite ist möglich und der Schritt wird dann prozentual dazugerechnet."
FIS stimmt im Sommer ab
Der Sportdirektor des Deutschen Skiverbands Horst Hüttel erklärt die Schwäche des derzeitigen Systems gegenüber der DPA: "Das Problem an der ganzen Sache ist: Die derzeitige Vermessung wird von einem 3D-Scanner gemacht. Der Punkt, wo das Schrittmaß genommen wird, wird aber händisch festgelegt."
Das soll sich aber bald ändern, denn: "Wir, die FIS, arbeiten eng mit den Nationen zusammen. Wir stimmen uns auch mit dem medizinischen Komitee ab. Ich analysiere gerade sämtliche Möglichkeiten, die auf dem Markt sind. Doch es braucht eben Zeit", erklärt Hafele.
In einem Meeting im Rahmen des Weltcupfinales in Planica sollen die Möglichkeiten diskutiert werden. Bei der Vollversammlung der FIS im Sommer werde die Abstimmung folgen.
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