"Wir werden es auf keinen Fall zulassen, dass der Sport oder die Athleten als Spielball verwendet werden."
Man habe sich daraufhin kurz vor Rennstart entschlossen, das Logo doch wieder abzukleben. "Es war eine klare Entscheidung, da gehen wir null Risiko ein. Die Athleten stehen bei uns im Mittelpunkt", sagt Giger und stellt in Richtung der FIS und Präsident Johan Eliasch klar: "Wir werden es auf keinen Fall zulassen, dass der Sport oder die Athleten als Spielball verwendet werden. Da machen wir nicht mit."
Giger: "Wir halten uns genau an die Regeln"
Aktuell spießt es sich an einer FIS-Regel. "Die besagt, dass das Design kommerziell erhältlich sein muss", erklärt Giger. "Das war im Oktober noch nicht so. Jetzt ist das ganz eindeutig so, weil man unsere Skier in den Geschäften kaufen kann. Damit haben wir nach Experten-Meinung jetzt alle Voraussetzungen erfüllt. Wir halten uns genau an die Regeln", sagt Giger.
Deshalb will man nun auch mit dem offiziellen "Van Deer-Red Bull Sports"-Logo auf den Skiern sowohl im alpinen als auch im nordischen Bereich, wo DSV-Skispringer Andreas Wellinger mit "Van Deer" springt, antreten.
Dieses Vorhaben dürfte sich nach dem neuerlichen Einschreiten der FIS jedoch weiter verzögern. "Es ist nicht so wichtig, ob wir heute mit dem Logo fahren oder nächste Woche oder in zwei Wochen. Irgendwann werden wir mit Logo fahren", sagt Giger.
Am Donnerstag will man sich im Hause "Van Deer-Red Bull" mit Experten beratschlagen und entscheiden, wie man weiter vorgehen will.
Kristoffersen war's egal
Henrik Kristoffersen hält sich angesprochen auf das neuerliche Logo-Chaos vornehm zurück. "Natürlich wollte ich mit dem Logo fahren, aber das ist nicht meine Entscheidung. Ich fokussiere mich auf das Skifahren. Der Ski war der gleiche, also war es für mich egal", sagt der Norweger nach seinem fünften Platz beim Nacht-Riesentorlauf.
Kristoffersen bescherte Hirschers Ski-Marke gleich in der ersten Saison zwei Siege, er gewann die Slaloms in Garmisch und Wengen. In Schladming musste er sich mit den Plätzen elf und fünf zufriedengeben.
Auch wenn es nicht für das Podest gereicht hat, habe man auf der Planai wichtige Erkenntnisse punkto Setup gewonnen. "Wir bekommen bei jedem Rennen mehr und mehr Erfahrung", sagt Kristoffersen.
Auch Giger sieht Hirschers Projekt auf einem guten Weg: "Wir haben eine tolle Entwicklung, schon zwei Siege, und unsere Lernkurve geht noch immer nach oben", sagt der ehemalige ÖSV-Sportdirektor und betont: "Vor allem haben wir aber tolle Athleten und eine gute Stimmung im Team."
Diese will man sich auch von der FIS und Johan Eliasch nicht verderben lassen.