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NEWS
Bronzene Haaser: "Habe mich gefragt, ob ich das noch will"

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"Stille Wasser sind tief."
Eine Redewendung, die oft überstrapaziert wird, auf Ricarda Haaser trifft sie tatsächlich zu.
Die Tirolerin überrascht bei der WM in Courchevel/Meribel gleich im ersten Bewerb und holt Bronze in der Kombination. Ergebnis der WM-Kombination >>>
Selbst nach dem größten Erfolg ihrer Karriere hat man den Eindruck, Haaser ist der Rummel um ihre Person unangenehm. Die 29-Jährige gehört eher zu der zurückhaltenderen Sorte Mensch, zeigt nur selten Emotionen.
Das fällt ihr auch nach ihrem Bronze-Coup schwer. "Ich bin kein Mensch mit großen Emotionen, aber ich bin gerade sehr glücklich", sagt Haaser, richtig realisieren kann sie den Gewinn ihrer allerersten Medaille kurz nach dem Rennen noch nicht.
"Was will sie jetzt?" Haaser wollte Medaille nicht ankündigen
Dass sie Chancen auf Edelmetall in der Kombination hat, wusste Haaser, hielt sich mit großen Anküdigungen – vor allem gegenüber den Medien - diesbezüglich aber zurück.
"Der Gedanke war immer schon da. Ich wollte es gestern beim Presstermin aber nicht sagen, dass ich um Medaillen mitfahren will, denn dann hätte wieder jeder gesagt: Lasst sie reden, was will sie jetzt, sie hat eh noch nichts zusammengebracht", erzählt Haaser schmunzelnd.
Jetzt hat sie doch etwas zusammengebracht. Zum ersten Mal überhaupt in ihrer Weltcup-Karriere steht Haaser auf dem Podest und dann gleich bei der WM.
Für die 29-Jährige ist es nach schwierigen Jahren mit Leistungsschwankungen und Verletzungen auch eine gewisse Genugtuung. 2021 hatte noch ein akuter Bandscheibenvorfall eine WM-Teilnahme verhindert.
"Ich habe mir schon oft gedacht, dass ich knapp am Stockerl dran bin, und dann war ich doch wieder weiter weg. Ich habe mir dann schon die Frage gestellt, ob ich das noch will und ob es sich auszahlt, ob ich das Podium jemals erreichen kann", erzählt Haaser von Selbstzweifeln.
Haaser: "Dann habe ich meistens ausgeschüttet"
Von den Trainern hört man seit Jahren, dass man die Tirolerin auf dem Zettel haben muss, sie hoch veranlagt ist und im Training regelmäßig überzeugt. Im Rennen konnte sie es dann aber nur selten umsetzen, ein vierter Platz im Riesentorlauf in Ofterschwang 2018 war bisher das Maximum.
"Vor dem ersten Rennen ist meistens darüber geredet worden. Dann habe ich meistens ausgeschüttet, dann war es damit eh wieder vorbei", sagt Haaser über die Erwartungshaltung von außen.
Trotz ausbleibender Erfolgserlebnisse ist Haaser geduldig geblieben, das hat sich jetzt bezahlt gemacht.
"Ich habe nur versucht, mich auf mich zu fokussieren", sagt Haaser. Die Saison habe bereits gut angefangen. "Ich habe einfach darauf vertraut, dass der Speed super ist und dass ich vorne dabei sein kann, wenn ich es ins Ziel bringe. Ich habe darauf vertraut, was ich mir antrainiert habe."
Der Papa als Servicemann
Ein Baustein des Erfolgs ist auch ihr Vater. Früher war er ihr Trainer, seit dem Frühjahr der Servicemann.
"Es war mir ein großes Anliegen, dass er meine Ski präpariert, weil er einfach genau weiß, was ich brauche und wir verstehen uns sehr gut, was die Kommunikation betrifft. Er hat einen super Job gemacht", lobt Haaser.
Darauf werden Vater und Tocher nach der Medaillenübergabe am Dienstagabend in Meribel bestimmt anstoßen.
Wenns ums Feiern geht, trifft die Redewendung "Stille Wasser sind tief" auf Haaser nämlich nicht zu. "Da kann ich schon Gas geben", lacht die Bronze-Gewinnerin.