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NEWS
Shiffrin und die Antwort auf die G.O.A.T.-Frage

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13 WM-Medaillen, 7 davon in Gold.
Mikaela Shiffrin hat mit ihrem WM-Titel im Riesentorlauf in Meribel einmal mehr Geschichte geschrieben. Sie hat nun als erste Frau überhaupt bei sechs aufeinanderfolgenden Titelkämpfen zumindest eine Goldene gewonnen - und das in vier Disziplinen. Da kann sich so manche Nation verstecken.
Man hat das Gefühl, man sieht aktuell die beste Mikaela Shiffrin aller Zeiten. Ihre Schwünge sind so präzise, nahezu perfekt, ein Genuss für das Auge jedes Ski-Fans. Kaum etwas scheint die 27-Jährige aus der Spur bringen zu können. Nicht einmal die offenbar unschöne Trennung von ihrem Langzeit-Coach Mike Day nur einen Tag vor ihrem Gold-Lauf.
Neben 13 WM-Medaillen stehen zwei Olympiasiege und unglaubliche 85 Weltcupsiege auf Shiffrins Vita, der 86. und damit die Einstellung des Allzeit-Rekords von Ingemar Stenmark ist nur mehr eine Frage der Zeit.
Shiffrin: "Muss jeder für sich selbst entscheiden"
Bei Shiffrin gehen einem langsam die Superlative aus. Für viele ist die US-Amerikanerin schon jetzt die Größte im Skisport aller Zeiten.
Die Frage nach dem G.O.A.T. (Greatest of all time) stellt sich nicht erst seit Shiffrins siebentem WM-Gold, ein Journalist will bei der Pressekonferenz nach dem Rennen aber trotzdem wissen, wo sich Shiffrin selbst im Vergleich mit anderen Größen sieht.
"Ich denke nicht, dass ich irgendetwas tun kann, um tatsächlich die Größte aller Zeiten zu sein", sagt Shiffrin. "Ich denke, jeder muss für sich selbst entscheiden, wer sein Lieblings-Sportler ist. Einige bezeichnen mich als 'the greatest', für viele Menschen bin ich das aber nicht und das ist ok."
Alleine die Antwort auf diese Frage stellt unter Beweis, dass Shiffrin definitiv eine der Größten ist – unabhängig von ihren Erfolgen.
Der Charakter ist es, der einen guten oder sehr guten Sportler von einem wahrlich großen Sportler unterscheidet.
Shiffrin ist seit jeher freundlich, höflich, bescheiden und vor allem authentisch. Sie scheute sich von Beginn ihrer Karriere an nicht, echte Emotionen zu zeigen, sowohl die positiven als auch die negativen. Eine willkommene Abwechslung in der (Sport-)Welt der Poker-Faces. Dass die Emotionen mal in die falsche Richtung gehen, ist eher die Ausnahme und zeigt, dass auch Shiffrin fehlbar ist.
Ohne Kompromiss für ihre Überzeugungen
Ihr offener Umgang mit ihrem Privatleben, in dem es in den vergangenen Jahren mit dem plötzlichen Tod ihres Vaters Jeff und ihrer Beziehung zu Ski-Kollege Aleksander Aamodt Kilde einige Höhen und Tiefen gab, macht Shiffrin zu einem Star mit einer extra Portion Menschlichkeit.
Sie postet nach einem Übersetzungsfehler ein humoriges Video auf Instagram, das sie beim Strampeln auf dem Ergometer zeigt, und schafft es trotzdem, das Thema Menstruation im Sport nicht komplett untergehen zu lassen.
Shiffrin ist eine Kämpferin für ihren Sport, und das ist in Zeiten wie diesen wahrlich nicht einfach.
Sie nutzt ihre Bühne regelmäßig, um auf relevante Themen, auch abseits des Ski-Sports, aufmerksam zu machen. Damit macht sich die 27-Jährige zwar angreifbar, aber sie steht für ihre Überzeugungen ein, ohne Kompromiss.
Kompromisslosigkeit, Verbissenheit, unbändiger Wille, auch diese Eigenschaften machen die Superstars zu dem, was sie sind.
Mikaela Shiffrin hat den Ski-Sport auf ein neues Level gehoben, ohne dabei abzuheben. Das ist beeindruckender als die meisten Siege.