Vonn spricht über Sturz: "Das hat sich mir tief eingebrannt"
Der US-Skistar äußert sich in einem Interview erstmals ausführlich zu ihrem schweren Sturz bei den Olympischen Spielen.
Presented By
Lindsey Vonn äußert sich in einem Interview mit der "Vanity Fair" erstmals zu ihrem schweren Unfall bei den Olympischen Spielen.
"Mein Bein war gebrochen und verdreht, ich konnte die Ski nicht ausziehen. Ich konnte mich nicht bewegen und habe um Hilfe geschrien", sagt sie über die Momente nach dem Sturz, bei dem sie sich einen schweren Schienbeinbruch zugezogen hat.
Als sie im Krankenhaus im Computertomografen lag, hätten die Schmerzmittel aufgehört zu wirken. "Ich habe geschrien: 'Holt mich hier raus!' Es wollte einfach nicht nachlassen. Das hat sich mir tief ins Gehirn eingebrannt", sagt Vonn.
Situation verschlimmerte sich
"Nach der ersten Operation wurde die Situation immer schlimmer", sagt ihr behandelnder Arzt Tom Hackett der "Vanity Fair". Vonn habe auch auf große Mengen an Betäubungsmitteln wie Fentanyl, Morphin und Oxycodon nicht angesprochen.
Ein Kompartmentsyndrom hätte sich entwickelt, dabei entsteht Druck im Gewebe, Nerven und die Blutversorgung werden zerstört. "Es bestand eine große Gefahr, dass sie ihr Bein verliert", so Hackett. Insgesamt fünfmal musste Vonn operiert werden.
Vonn offenbart: "Er hat mich vor einer Amputation bewahrt" >>>
Karriereende? "Will keine Tür zumachen"
Trotzdem will Vonn noch nicht von einem Karriereende sprechen. "Ich will keine Tür zumachen, weil man nie weiß, was noch passiert. Ich habe keine Ahnung, wie mein Leben in zwei, drei oder vier Jahren aussehen wird. Vielleicht habe ich bis dahin zwei Kinder", so Vonn.
"Oder ich habe keine Kinder und will wieder Rennen fahren. Vielleicht lebe ich dann in Europa. Ich könnte alles Mögliche machen."