ÖSV-Stars in Südamerika: Ideales Training fern der Heimat
Das nachhaltige Nutzen bestehender Infrastruktur brachte Gurgl 2023 die Auszeichnung als eines der umweltfreundlichsten Sportevents Österreichs ein. Dass ausgerechnet diese Veranstaltung als Ziel für einen Klimaprotest auserkoren wurde, stieß damals auf Unverständnis.
"Vor einem Jahr haben uns die Klimakleber herausgefordert, und ein bisschen auch auf dem falschen Fuß erwischt", sagte ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober. Für den Verband war die Aktion jedoch auch Anstoß für einen Taskforce-Prozess, der im Sommer abgeschlossen wurde.
Ziel für Saalbach? "Erste WM, die an jedem Tag ausverkauft ist"
Nachhaltigkeit wird bei der Ski-WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm großgeschrieben. Das Event von 4. bis 16. Februar wird als "Green Event" durchgeführt, wobei in diesem Fall das Land Salzburg hinter der Zertifizierung steht. Der finanzielle Mehraufwand dafür sei ein siebenstelliger Betrag, verriet ÖSV-Geschäftsführer Christian Scherer.
"Das ist es uns aber auch wert", betonte er. Auch eine internationale Zertifizierung gemäß ISO 20121 wird angestrebt. Die WM soll allgemein zum Vorzeigeprojekt für künftige Großevents werden.
Zu den Eckpunkten zählen etwa Abfallvermeidung und -trennung durch neuartige Konzepte, die Verwendung von alternativen Treibstoffen im Busbetrieb und bei der Pistenpräparierung, der Betrieb der Seilbahnen durch nachhaltigen Strom oder der Fokus auf regionale Produkte bei der Verpflegung.
Zudem will der ÖSV die Gratisanreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Bundesland ermöglichen, dazu finden noch Detailgespräche statt. Anfang Oktober seien bereits an die 40.000 Tickets für die WM verkauft worden. "Das Ziel ist, dass wir die erste WM sehen, die an jedem Tag ausverkauft ist", sagte Scherer.