Odermatt fordert Wechsel an der FIS-Spitze
Auch andere Athleten schließen sich der Kritik an. Sie hätten sich viel erhofft, nachdem FIS-Präsident Johan Eliasch "viel versprochen" hat, jedoch wurde "nichts gehalten".
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Unruhe vor der FIS-Präsidentenwahl am 11. Juni in Belgrad.
Johan Eliasch stellt sich der Wiederwahl, ist aber mit viel Gegenwind konfrontiert.
So gibt es unter anderem Kritik von Skistar Marco Odermatt. Er bezeichnet die Entwicklung des Ski-Weltverbandes als "alles andere als positiv". Es bliebe "nicht viel anderes übrig, als an der Spitze der FIS einen Wechsel zu machen", so der Ski-Star.
Kritik an der wirtschaftlichen Lage
Vor dem Antritt zur Wiederwahl sorgte Eliasch bereits für Aufsehen, indem er einen georgischen Pass angenommen hat, um die Möglichkeit für eine neue Amtszeit zu haben (mehr dazu >>>).
Nicht nur dafür erntete der 64-Jährige Kritik, auch soll sich die finanzielle Lage des Skiverbands verschlechtert haben. "Am 31.12.2025 hatte die FIS ein Eigenkapital von knapp 43 Millionen. Vor fünf Jahren waren noch 130 Millionen in der Kasse", wird Athletensprecher AJ Ginnis von "Eurosport" zitiert.
Yule: "Viel versprochen und nichts gehalten"
"Ich habe mir vor ein paar Jahren sehr viel von ihm erhofft. Weil er neu in dieses System gekommen ist, ein bisschen anders denkt und als Unternehmer die Weltwirtschaft sehr gut versteht", meint Odermatt gegenüber dem "Blick", betont aber anschließend: "Ich habe von Insidern erfahren, dass sich die FIS bezüglich der Finanzen alles andere als positiv entwickelt hat."
Auch Odermatts Schweizer Landsmann Daniel Yule vertritt eine ähnliche Meinung: "Eliasch hat uns seit seinem Amtsantritt 2021 so viel versprochen und nichts gehalten."
Laut CEO Diego Züger wolle sich der Schweizer Verband nun hinter der aussichtsreichsten Kandidatur vereinen und Eliasch aus dem Amt drängen.