Jährliche WM? FIS-Boss sucht Gespräch mit ÖSV
Ospelt kündigt eine breite Diskussion an. Es gibt zudem Pläne für eine Weltcup-Reform.
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Der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt hält trotz Kritik von einigen Seiten am Konzept jährlicher Ski-Weltmeisterschaften ab 2032 fest. Er will den noch nicht beschlossenen Plan aber zunächst mit allen Beteiligten besprechen.
"Dass es jetzt so heiß diskutiert wird, begrüße ich absolut. Durch das bekommen wir noch mehr Argumente pro und contra. Ich möchte nichts falsch machen, ich möchte alle einbeziehen und stehe da einer Diskussion offen gegenüber", sagt Ospelt zum ORF.
Er sehe im Moment jedenfalls mehr Pros als Contras, betonte der Liechtensteiner. Derzeit handle es sich noch um ein Konzept aus einem Workshop, das auch im FIS-Council behandelt worden sei, erläuterte Ospelt.
Seiner Meinung nach würden alle Beteiligten wie Athleten und Ausrichter von häufigeren Weltmeisterschaften - bisher finden sie alle zwei Jahre statt - profitieren. "Ich sehe sehr viele Vorteile", so Ospelt.
Gespräche mit ÖSV stehen bevor
Unter anderem der ÖSV hatte auf den Vorstoß der FIS kritisch reagiert. Ospelt wird sich deshalb dieser Tage mit der ÖSV-Führung treffen, um auch möglicherweise vorhandene Missverständnisse auszuräumen.
"Mir geht es darum, den Austausch mit dem ÖSV zu suchen", sagte Ospelt. Er erwarte sich einen fairen Meinungsaustausch.
Dass Weltmeisterschaften in jeder Saison, abgesehen von Olympiajahren, die Titelkämpfe entwerten würden, glaubt er nicht. "Die WM sollte ein fixer Bestandteil sein in unserer Saison, als Ergänzung zum Weltcup", so der im Juni mit knapper Mehrheit gegen den bisherigen Amtsinhaber Johan Eliasch gewählte Liechtensteiner.
Weltcup künftig nur noch mit 45 Startern?
Auch für den Weltcup der Zukunft hat der neue FIS-Chef Pläne.
"Die Formate müssen besser werden, wir müssen kürzer werden. Ich kann mir vorstellen, nur noch 45 Starter bei Weltcuprennen zu haben und es auch ein bisschen durchlässiger zu machen. Dass wir Wildcards an Local Heroes vergeben, und so das System etwas flexibler gestalten."