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Schnelle Streif: Fällt Fritz Strobls Streckenrekord?

Beim 1. Abfahrts-Training in Kitzbühel präsentiert sich die Streif verhältnismäßig schnell. Ist sogar Fritz Strobls Streckenrekord in Gefahr? "Er könnte am Samstag schwitzen", glaubt Vincent Kriechmayr.

Schnelle Streif: Fällt Fritz Strobls Streckenrekord? Foto: © GEPA

Die Beschreibung Traumtagerl trifft es wohl am besten: Temperaturen unter null Grad, dazu ein wolkenloser Himmel und strahlender Sonnenschein. So präsentiert sich Kitzbühel am Dienstag zum Auftakt der Hahnenkamm-Rennen.

Passend dazu gab es nach dem 1. Abfahrts-Training auf der Streif fast ausschließlich fröhliche Gesichter im Ziel – und das nicht nur, weil schwere Stürze ausgeblieben sind.

Ergebnis des 1. Abfahrts-Trainings in Kitzbühel >>>

"Es hat Jahre gegeben, da habe ich mir schon bei der Besichtigung gedacht: Wie komme ich da runter? Dieses Jahr ist es wirklich Genuss zum Fahren", schwärmt Vincent Kriechmayr, als 16. bester ÖSV-Athlet, nach dem ersten Abtasten vom Zustand der Streif. "Es macht sehr viel Spaß, du fährst spätestens aus dem Steilhang mit einem Lachen raus. Es ist unglaublich lässig."

"Die Piste präsentiert sich wirklich in einem hervorragenden Zustand, da haben sie im Vorfeld extrem gute Arbeit geleistet", lobt Stefan Babinsky. Die 3,3 km lange Strecke sei von oben bis unten gleichmäßig präpariert, ergänzt Otmar Striedinger.

Schnelle Streif: "Es wird sicher wieder ein Spektakel"

Von einer "zahmen" Streif will aber niemand sprechen. Die Athleten berichten von höheren Geschwindigkeiten als sonst beim 1. Training.

"Die Strecke ist sehr schnell. Man hat es gleich gemerkt, dass man einen ziemlichen 'Hodan' drauf hat", erzählt Kriechmayr nach seiner Fahrt und spricht auch gleich die damit einhergehende Herausforderung an. "Es ist mit der Geschwindigkeit nicht so einfach, dass man die Kurven exakt trifft."

Hahnenkammrennen 2026 - Bilder des 1. Trainings

Bis zur Abfahrt am Samstag ist zu erwarten, dass die Streif noch schneller wird. Am Mittwoch findet ein weiteres Abfahrts-Training statt, am Freitag der Super-G. Kitzbühel im LIVE-Ticker >>>

"Mit der ganzen Bewegung am Hang – es wird gerutscht – wird es ein bisschen unruhiger werden. Leichter wird es nicht", sagt Kriechmayr in Hinblick auf das Rennen am Samstag. "Aber es wird sicher auch das Material schärfer und die Athleten werden mehr attackieren, also es wird sicher wieder ein Spektakel werden."

Fällt der Streckenrekord? "Da könnte der Fritz schwitzen"

Vielleicht sogar ein rekordverdächtiges. Den Streckenrekord hält seit dem Jahr 1997 Fritz Strobl, der die Abfahrt in 1:51,58 Minuten bewältigte – damals freilich noch mit anderer Streckenführung.

Die schnellste Zeit im 1. Abfahrtstraining am Dienstag setzte der Italiener Giovanni Franzoni in 1:52,87 Minuten.

"Ja, da könnte der Fritz schwitzen am Samstag", glaubt Kriechmayr. Hemetsberger sieht es ähnlich: "Ich glaube, jetzt ist es soweit. Eine Sekunde schneller geht bei den Topleuten sicher noch."

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