Wenn mir das Wasser bis zum Hals gestanden ist, konnte ich bis jetzt immer recht gute Leistungen bringen.
Dass er am Sonntag liefern muss, wenn er zu Olympia will, setzt ihn nicht unter Druck – im Gegenteil.
"Wenn mir das Wasser bis zum Hals gestanden ist, konnte ich bis jetzt immer recht gute Leistungen bringen. Wieso das dann meistens das Beste in mir hervorbringt, weiß ich nicht."
Trendwende? "Es kann sehr schnell gehen"
Den besten Johannes Strolz wird es definitiv brauchen, um am Ganslernhang zu reüssieren. Bei der aktuellen Leistungsdichte im Slalom kein einfaches Unterfangen.
"Es ist kein Wunschkonzert und kein Zuckerlecken. Es muss einfach alles passen, damit man vorne mitfahren kann. Das ist bei mir aktuell einfach nicht ganz der Fall", sagt der 33-Jährige.
Es gelinge ihm derzeit nicht, seine guten Trainingsleistungen in den Wettkampf umzumünzen, so der Slalom-Spezialist. "Da hat mir bis jetzt einfach die notwendige Leichtigkeit gefehlt. Die gilt es zu finden."
Das könne aber durchaus schnell passieren. "Vor vier Jahren ist es mir genauso gegangen. Da bin ich mit gar nichts dagestanden, habe aus dem Nichts das Rennen gewonnen und dann ist es dahin gegangen. Also es kann schon sehr schnell gehen, aber es muss alles passen."
Olympia ohne Strolz? "Sehe es aktuell entspannter"
Sollte das erhoffte Erfolgserlebnis ausbleiben, werden die Olympischen Spiele wohl ohne den Olympiasieger stattfinden. Im Vorjahr verpasste er bereits die Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm.
"Letztes Jahr habe ich mir teilweise selbst viel mehr Druck gemacht, weil diese Gelegenheit Heim-WM einmalig ist. Es hat mir auch ziemlich weh getan, dass ich das damals nicht geschafft habe. Da habe ich auch einige Zeit gebraucht, bis ich das abgehakt habe. Jetzt möchte ich natürlich auch unbedingt dabei sein, aber ich sehe es aktuell ein bisschen entspannter", sagt Strolz.
Vielleicht ist genau das die nötige Lockerheit, die es braucht.