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Das sind Österreichs Ski-Hoffnungen der Zukunft

In Narvik startet am 7. März die Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaft. Kann die neue Generation abliefern?

Das sind Österreichs Ski-Hoffnungen der Zukunft Foto: © GEPA

Die 45. Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaft steht an!

Österreichs Nachwuchs-Skifahrer fahren von 7. bis 15. März im norwegischen Narvik um Junioren-WM-Medaillen. Mit dabei sind 16 ÖSV-Skifahrer und Skifahrerinnen.

LAOLA1 hat sich die ÖSV-Teilnehmer etwas genauer angesehen, ihre bisherigen Erfahrungen sowie Medaillenchancen analysiert.

Zeitplan der Ski-Junioren-WM 2026 >>>

Emma Amann (20)

Emma Amann (20)
Emma Amann wartet noch auf den Durchbruch im Europacup
Foto: ©GEPA

Die 20-jährige Vorarlbergerin tritt gewöhnlich in der Abfahrt, im Super-G und im Riesentorlauf an.

2025 wurde die Fahrerin des WSV Tschagguns teilweise vom Pfeifferschen Drüsenfieber ausgebremst. Im Dezember feierte sie in Mayrhofen/Hippach beim FIS-Rennen aber einen zweiten Platz in der Abfahrt, zwei Tage später folgte der Sieg.

Diesen Erfolg konnte sie im Jänner im Super-G wiederholen. Die Speed-Spezialistin nahm auch an FIS-Riesentorläufen teil, jedoch wartet sie dort noch auf den großen Durchbruch.

Amann nahm in dieser Saison meist an FIS-Rennen teil, auch fünf Abstecher in den Europacup waren dabei. Ihr bestes Europacup-Ergebnis war ein 39. Platz im Super-G.

Elena Grumer (17)

Elena Grumer (17)
Elena Grumer ist die jüngste ÖSV-Teilnehmerin an der Junioren-WM 2026
Foto: ©GEPA

Die Tirolerin ist mit ihren 17 Jahren die jüngste nominierte ÖSV-Fahrerin. Die Technik-Spezialistin fährt für den SC Hinterthiersee und gilt als große Nachwuchshoffnung.

Im November feierte sie in Hochfügen im Slalom ihren ersten FIS-Sieg. Auch im Riesentorlauf durfte sie im Dezember über den dritten Platz in Glungezer jubeln.

Nach weiteren Podestplätzen ging sie im Dezember 2025 erstmals im Europacup an den Start, dort war ihr beste Ergebnis ein 19. Platz im Riesentorlauf in Oberjoch im Februar.

Pia Hauzenberger (20)

Pia Hauzenberger (20)
Hauzenberger konnte im Europacup zuletzt gut Fuß fassen
Foto: ©GEPA

Hauzenberger fährt für den SSU St. Johann-Hansberg. Die 20-jährige Oberösterreicherin holte diese Saison bereits Punkte im Europacup.

Sie ging in der Abfahrt, im Riesentorlauf und im Super-G, wo ihr bestes Ergebnis im Jänner 2026 ein achter Platz in St. Anton war, an den Start. In gesamt zehn Europacup-Rennen 2025/26 fuhr sie sechs Mal unter die Top-30.

In den FIS-Rennen feierte sie in dieser Saison im Super-G drei Podestplätze. Im Riesentorlauf wurde sie ein Mal Zweite und feierte einen Sieg.

Bei der Junioren-WM geht Hauzenberger im Super-G, der Abfahrt, dem Riesentorlauf und dem Teambewerb an den Start. Vor allem im Speedbereich darf sie sich Medaillenhoffnungen machen.

Elisabeth Kucera (19)

Elisabeth Kucera (19)
Kucera fährt in FIS-Rennen regelmäßig vorne mit
Foto: ©GEPA

Die 19-jährige Tirolerin hat bisher eine sehr erfolgreiche FIS-Saison 2025/26 hinter sich.

Im Slalom fuhr sie zahlreiche Top-Platzierungen ein, landete unter anderem auch drei Mal am Podest. Zudem feierte sie in Pass Thurn im Riesentorlauf einen Sieg.

Außerdem kann die Technik-Spezialistin auf zehn Europacup-Einsätze in ihrer Karriere zurückblicken, blieb bislang aber immer außerhalb der Top-30.

Leonie Raich (21)

Leonie Raich (21)
Leonie Raich hat bereits eine Junioren-WM-Medaille daheim
Foto: ©GEPA

Die 21-Jährige hat bereits viele internationale Eindrücke gesammelt und zählt wohl auch zu Österreichs heißesten Medaillen-Kandidatinnen in Narvik.

Die Tirolerin, die weitschichtig mit Benjamin Raich verwandt ist (Der Großvater von Leonies Papa und Benjamins Opa waren Brüder) gab bereits im Jänner 2024 ihr Weltcup-Debüt und kam seit diesem Zeitpunkt zu weiteren acht Einsätzen im Slalom beziehungsweise Riesentorlauf. Im Kranjska-Gora-Slalom sammelte sie im Jänner 2026 als 29. erstmals Weltcuppunkte.

Im Europacup wartet Raich noch auf ihren ersten Sieg, dafür landete sie im Dezember 2025 beim Slalom in Mayrhofen/Hippach auf dem zweiten Rang.

Erfahrungen durfte die die Läuferin des SV Wenns bereits bei der Junioren-WM 2025 in Tarvis sammeln, als sie sogar Silber im Slalom gewann. Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival durfte Raich 2023 in Tarvis sogar über Slalom-Gold jubeln.

Elena Riederer (20)

Elena Riederer (20)
Riederer durfte bereits mehrmals im Weltcup ran
Foto: ©GEPA

Auch die 20-jährige Niederösterreicherin (WSC Mönichkirchen) durfte bereits Weltcup-Luft schnuppern.

Die Technikerin gab im Februar 2025 im Riesentorlauf von Sestriere ihr Weltcup-Debüt. In dieser Saison stand sie am Semmering, in Kranjska Gora und am Kornplatz am Start. Punkte holte sie noch keine.

Bei den FIS-Rennen sammelte sie heuer hingegen durchwegs gute Erfolge. In ihrer Spezialdisziplin, dem Riesentorlauf, fuhr sie zwei Mal auf das Podest. Auch im Europacup erreichte sie unter anderem im Februar mit Rang neun im Riesentorlauf von Oberjoch ein gutes Ergebnis.

Riederer war ebenfalls bereits bei der Junioren-WM 2025 dabei. In der Team-Kombination holte sie mit Emilia Herzgsell die Bronzemedaille.

Valentina Rings-Wanner (20)

Valentina Rings-Wanner (20)
Rings-Wanner wartet noch auf ihre erste Junioren-WM-Medaille
Foto: ©GEPA

Die dritte Läuferin im ÖSV-Aufgebot für die Junioren-WM 2026 mit Weltcup-Erfahrung ist Valentina Rings-Wanner.

Die 20-jährige Tirolerin gab im Dezember 2025 am Semmering ihr Weltcup-Debüt, seitdem stand sie auch bei den Technik-Weltcup-Rennen in Kranjska Gora und Flachau am Start. Punkte waren ihr jedoch noch keine vergönnt.

Im FIS-Super-G stand die Läuferin des Kitzbüheler Skiklubs im Jänner 2026 das einzige Mal in dieser Saison auf dem Podest, ihr Fokus liegt jedoch mehr auf den Technikrennen im Europacup. Ein Podestplatz blieb bisher aber noch aus.

Dafür hat Rings-Wanner gleich die Erfahrung mehrerer Junioren-WM-Teilnahmen. 2023 in St. Anton war sie erstmals mit dabei, auch 2024 in Chatel und 2025 in Tarvis war sie Teil des ÖSV-Teams. Für eine Medaille reichte es knapp nicht. 2024 landete sie im Super-G auf Platz vier.

Eva Schachner (19)

Eva Schachner (19)
Eva Schachner kämpft noch um den Anschluss ans Europacup-Team
Foto: ©GEPA

Die 19-jährige Steirerin bestritt bislang vor allem im FIS-Bereich Rennen. Ihr bestes Ergebnis der aktuellen Saison sind zwei sechste Plätze im Super-G.

Bei den Nationalen Jugendmeisterschaften kratzte sie als Vierte sowohl in ihrer Spezialdisziplin Super-G als auch im Riesentorlauf (Nationale Meisterschaft) am Podest.

Einer ihrer größten Erfolge ist der zweite Rang im Super-G bei den Youth Olympic Winter Games 2024 in Gangwon.

Im Europacup sammelte sie 2024 und 2025 insgesamt acht Einsätze, in den Punkten landete sie jedoch bloß ein Mal.

Matthias Fernsebner (20)

Matthias Fernsebner (20)
Fernsebner gewann 2025 bereits zwei Mal Junioren-WM-Bronze
Foto: ©GEPA

Der 20-jährige Salzburger weist bereits viel Erfahrung im Europacup auf.

Sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G schaffte er in dieser Saison bereits einige Male den Sprung in die Top-20.

Gute Erinnerungen dürfte Fernsebner an die Junioren-WM 2025 haben. Dort durfte er in der Abfahrt und auch im Super-G über Bronze jubeln. Im Weltcup hat der Skifahrer des SC St. Martin bei Lofer noch keine Erfahrung.

Stephan Koch (20)

Stephan Koch (20)
Stephan Koch kämpft aktuell um den Anschluss im Europacup
Foto: ©GEPA

Der 20-jährige Speedfahrer kann sowohl FIS- als auch Europacup-Starts aufweisen.

In Mayrhofen fuhr er im Dezember 2025 zu seinem besten FIS-Ergebnis. Dort wurde der Niederösterreicher in der Abfahrt Zweiter.

Im Europacup fehlt Koch allerdings noch einiges zur Spitze. Bei all seinen Abfahrt- und Super-G-Starts schaffte er es nie unter die Top-50.

Christopher Lisch (19)

Christopher Lisch (19)
Christopher Lisch ist die Kitzbüheler Hoffnung bei den Männern
Foto: ©GEPA

Der 19-jährige Akteur des Kitzbüheler Skiclubs fährt hauptsächlich Slalom und Riesenslalom.

In FIS-Rennen holte er in dieser Saison bereits in beiden Disziplinen einen Podestplatz. Im Riesentorlauf konnte er im Jänner 2026 in Hochficht sogar einen Sieg einfahren.

Auf seinen ersten Einsatz im Europacup muss Lisch noch warten.

Florian Neumayer (19)

Florian Neumayer (19)
Fährt Neumayer in Narvik mit Hirschers Skiern zur Medaille?
Foto: ©GEPA

Neumayer fährt für den SC-Sparkasse Radstadt und nimmt sowohl an FIS- als auch an Europa Cup Rennen teil.

In der aktuellen Saison wurde der 19-Jährige bei den Nationalen Meisterschaften in Gaal im Riesenslalom Zweiter. Bei den Junioren holte er den Sieg im Riesentorlauf, im Slalom belegte er Rang drei. Zudem erreichte er auch beim FIS-Slalom in Zams Platz drei.

Zu seinen größten Erfolgen zählt die Goldmedaille im Parallel-Teambewerb bei den Youth Olympic Wintergames 2024 in Gangwon. Zudem sicherte sich der Salzburger im Riesentorlauf Bronze.

Bei der Junioren-WM 2025 blieb Neumayer, der als einer von wenigen ÖSV-Athleten mit Marcel Hirschers Van-Deer-Skiern ausgestattet ist, ohne Podestplatz.

Tim Ranner (19)

Tim Ranner (19)
Der Sohn von Klaus Kröll will in die Fußstapfen seines Vaters treten
Foto: ©GEPA

Der Sohn des ehemaligen ÖSV-Abfahrers Klaus Kröll fährt vor allem Super-G und Abfahrt, aber auch im Riesentorlauf nahm er in dieser Saison vereinzelt an Rennen teil.

Der 19-Jährige zeigte bislang vor allem mit Top-10-Platzierungen bei FIS-Rennen auf. Seinen letzten Podestplatz fuhr er jedoch gegen Ende der Saison 2024/25 mit Platz zwei in der Abfahrt von Pitztal ein.

Sein Debüt im Europacup gab der Steirer im Dezember 2025, seitdem kamen zehn weitere Renneinsätze im Europacup dazu. Punkte blieben ihm allerdings noch verwehrt.

Asaja Sturm (19)

Asaja Sturm (19)
Asaja Sturm möchte es genauso wie sein Bruder Joshua in den Weltcup schaffen
Foto: ©GEPA

Der 19-jährige Technik-Spezialist stand in seiner Karriere bereits bei 17 Europacup-Rennen am Start, auf die ersten Punkte wartet der jüngere Bruder von ÖSV-Weltcup-Akteur Joshua Sturm jedoch nach wie vor.

Im November 2025 feierte er dafür beim FIS-Rennen in Mayrhofen einen Sieg im Riesentorlauf.

Zu seinen größten Erfolgen zählt der zweite Platz im Super-G bei den Youth Olympic Winter Games in Gangwon 2024.

Bei der Junioren-WM 2025 in Tarvis war Sturm auch dabei, kam im Slalom und im Riesentorlauf jedoch nicht über die Plätze 17 bzw. 15 hinaus.

Rafael Zangerl (20)

Rafael Zangerl (20)
Zangerl wartet noch auf seinen Europacup-Durchbruch
Foto: ©GEPA

Der 20-jährige Technik-Spezialist nennt den SC Pfunds seinen Heimklub.

Beim FIS-Rennen in Glungezer durfte er sich im Februar mit Platz drei im Riesentorlauf über seinen ersten Podestplatz der Saison freuen. In der Saison davor gewann er in Lackenhof bereits einen FIS-Slalom.

Im Jänner gab der Tiroler zudem sein Europacup-Debüt. Bei drei Starts schaffte er es jedoch nur beim Riesentorlauf in Turnau ins Ziel, dabei wurde er 33.

Moritz Zudrell (20)

Moritz Zudrell (20)
Zudrell stand bereits ein Mal im Weltcup am Start
Foto: ©GEPA

Der einzige Vorarlberger im ÖSV-Junioren-WM-Kader ist ein wahrer Allrounder. Im Europacup absolvierte er in dieser Saison in allen vier Disziplinen Rennen.

Seine größten Stärken hat der 20-Jährige aber vermutlich im Slalom, wo er es nicht nur mehrere Male im Europacup in die Punkte schaffte, sondern im Jänner 2024 in Wengen sogar im Weltcup debütieren durfte - allerdings ohne Zielankunft.

Bei FIS-Rennen durfte Zudrell bereits öfter triumphieren, in der aktuellen Saison unter anderem beim Slalom in Kühtai.

Medaillen konnte der Vorarlberger 2023 beim European Youth Olympic Festival im Slalom, dem Riesentorlauf und im Super-G einfahren, wo er jeweils Bronze gewann.

Auch bei der Junioren-WM 2024 in Frankreich kam er mit Silber (Slalom) und Bronze (Team Kombination) nach Hause. Bei der Junioren-WM 2025 verpasste er als Vierter im Slalom knapp die Medaille.

ÖSV-Fixplätze im Weltcup über Europacup-Erfolge

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